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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Fleischpaletten aus Betrieb in Cloppenburg gestohlen

15.06.2018

Cloppenburg Weil er zusammen mit Verwandten bei einem fleischverarbeitenden Betrieb in Cloppenburg Fleischpaletten stehlen wollte, hat das Cloppenburger Amtsgericht am Donnerstag einen 33-jährigen Rumänen zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Die Strafe bemisst sich nach dem Einkommen des Angeklagten. Der 33-Jährige verdient in Rumänien mit einem Job in Vollzeit monatlich 250 Euro und hat Frau und zwei Kinder zu ernähren.

Und so war die Verlockung groß gewesen, durch Diebstähle das geringe Gehalt aufzubessern. Zusammen mit einem Cousin und einem Schwager war der Angeklagte nach Cloppenburg gefahren. Abends gegen 23 Uhr suchten sie dort einen fleischverarbeitenden Betrieb auf. Das Gelände ist umzäunt. Die beiden Mittäter des Angeklagten kletterten über das Eingangstor und machten sich dann auf dem Gelände des Betriebes an den außen gelagerten Paletten zu schaffen.

Zuvor hatten die Diebe ausbaldowert, dass eine Stelle des Zaunes undicht war. Und so schoben die Mittäter Palette für Palette unter den Zaun durch. Auf der anderen Seite stand der Angeklagte und nahm die Paletten entgegen. Sie wurden zunächst gestapelt, um sie dann mit einem Transporter weg zu bringen. 32 Paletten hatten die Diebe bereits geschafft, da wurden sie jäh gestört. Ein Mann kam gerade von der Jagd zurück und hatte den Transporter gesehen.

Das Fahrzeug wäre normalerweise gar nicht aufgefallen, aber die Diebe hatten das Kennzeichen mit Putzlappen abgehängt. Das hatte den Jäger stutzig gemacht, er rief über Handy die Polizei. Die Diebe ergriffen die Flucht, verfolgt von dem Jäger, der die ganze Zeit über den Telefonkontakt zur Polizei aufrecht gehalten hatte. So konnte immer der aktuelle Standort der Diebe durchgegeben werden – bis die Polizei die Diebe übernahm.

Im Verfahren hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Er sei an dem Diebstahl der Paletten nicht beteiligt gewesen, er habe sie am Zaun nur entgegengenommen, erklärte er. Doch auch das Entgegennehmen einer Beute ist strafbar. Der Angeklagte musste sich die Taten zurechnen lassen. Seine beiden Mittäter waren in Rumänien geblieben. Der Angeklagte, der eigentlich unschuldig sein wollte, verzichtete auf Rechtsmittel.

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Cloppenburger Amtsgericht | Polizei

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