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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

INTERVIEW: „Der Bahnverkehr hat immer Vorrang“

19.12.2008

Ellers ist seit 28 Jahren Fahrlehrer in Friesoythe. Er erklärt vor dem Hintergrund des Unfalls zwischen der Museumsbahn und einem Auto das richtige Verhalten an Bahnübergängen.

Von Carsten Bickschlag

Frage: Herr Ellers, die NWZ titelte zum Museumsbahnunfall am 12. Dezember in Friesoythe: Zug rammt Auto.

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Ellers: Es hätte aber heißen müssen: Auto nimmt Zug die Vorfahrt. Denn es ist klar geregelt, dass dem Bahnverkehr Vorrang gewährt werden muss.

Frage: Auch wenn in diesem Fall die Museumsbahn nur selten die Strecke befährt?

Ellers: Das ist egal. Man muss immer damit rechnen, dass ein Zug kommt. Der Bahnübergang ist zudem vorschriftsmäßig gesichert. Es gibt Warnschilder, Baken und Andreaskreuze.

Frage: Und das bedeutet?

Ellers: Das heißt, dass der Autofahrer vom Gas gehen muss und sich dem Bahnübergang in angemessener Geschwindigkeit zu nähern hat. Wenn ich die Bahnstrecke schlecht einsehen kann, muss ich notfalls das Fenster öffnen und hören, ob ein Zug Warnsignale gibt.

Frage: So, wie man es in der Fahrschule gelernt hat.

Ellers: Genau. Nur wird das Gelernte leider schnell wieder in den Wind gehauen.

Frage: Wie kommt das?

Ellers: Das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel werden Autofahrer, die sich an Bahnübergängen korrekt verhalten, oftmals von anderen Autofahrern überholt und angehupt, oder es wird sogar der Vogel gezeigt. Das will der Fahrer nicht noch mal in Kauf nehmen und verzichtet auf eine vorsichtige Fahrweise.

Frage: Welchen Grund gibt es noch?

Ellers: Oft fehlt es den Fahrern an Gefahrenbewusstsein. Sie fühlen sich im Auto zu sicher und schätzen Risiken falsch ein. Die größte Gefahr im Straßenverkehr sind Autos, die schneller unterwegs sind, als ihr Fahrer denken kann.

Frage: Was muss sich ändern?

Ellers: Die Denkweise. Autofahren bedeutet Hauptbeschäftigung, nicht Nebentätigkeit.

Frage: Und in Bezug auf Bahnübergängen?

Ellers: Jeder Bahnübergang muss als gefährlich eingestuft werden. Denn nochmals: Der Bahnverkehr hat immer Vorrang.

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