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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Mord An Christina Nytsch Und Ulrike Everts: Speichelprobe überführte Ronny Rieken

06.04.2018

Elisabethfehn Es ist Karfreitag, 10. April 1998. Ungewöhnlich reger Betrieb herrscht in der Grundschule Elisabethfehn-Süd an diesem stillen Feiertag. Zwischen zahlreichen Polizisten und Wissenschaftlern sind an diesem Tag vor 20 Jahren auch alle jungen Männer zwischen 18 und 30 Jahren aus Elisabethfehn in der Grundschule anzutreffen. Unter ihnen ist auch Ronny Rieken. Auch er gibt beim bis dahin größten Massengentest in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und weltweit eine Speichelprobe ab – die ihn schließlich rund sieben Wochen später als Mörder der Strücklingerin Christina Nytsch überführt.

18.000 Männer zur Speichelprobe aufgerufen

„Die Teilnahme ist zwar freiwillig. Doch es geht hier um die Suche nach einem gefährlichen Mörder. Insofern sollte es Bürgerpflicht sein, die Bitte der Polizei zu erfüllen“, sagte damals Hans-Jürgen Thurau, Gesamteinsatzleiter der Polizei, in einem Bericht der NWZ. Und dieser Bürgerpflicht kamen die 18.000 jungen Männer aus 41 Ortschaften – gegenüber der ursprünglichen Planung mit 38 Orten waren noch drei „freiwillig“ hinzugekommen – zum Großteil und ohne Widerspruch nach.

Die Aktion erregte damals in ganz Deutschland Aufsehen und war aufgrund des Generalverdachtes und der nicht geklärten Gesetzesgrundlage nicht unumstritten. Dabei spielte auch der Rechtspassus, dass ein Täter in Deutschland solange unschuldig ist, bis ihm die Schuld bewiesen wurde und nicht umgekehrt, eine große Rolle. Dennoch war die freiwillige Bereitschaft im ganzen Nordkreis Cloppenburg und in den angrenzenden Gemeinden groß.

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Gefundene DNA stammt von Ronny Rieken

Doch als am 30. Mai 1998 die Polizei bekanntgab, dass die gefundene DNA im Zusammenhang mit dem Fall Christina Nytsch vom Elisabethfehner Ronny Rieken stammt, war das Ausmaß einer beispiellosen Mordserie im Oldenburger Land noch nicht absehbar. Der ehemalige Binnenschiffer hatte schon 1996, ebenfalls in der Nähe, zugeschlagen. Die 13-jährige Ulrike Everts aus Jeddeloh II war genauso wie Christina Nytsch aus Strücklingen von Rieken entführt, vergewaltigt und erdrosselt worden.

Im Prozess hatte Rieken damals außer den Morden zwei weitere schwere Sexualstraftaten an einem acht Jahre alten Mädchen und an einer Neunjährigen gestanden. Er gab außerdem die Vorbereitung mehrerer gleichartiger Verbrechen an Mädchen zu und gestand nachträglich die Vergewaltigung einer 15-Jährigen im Jahr 1987.

Rieken mit neuem Namen noch bis 2021 in Haft

Zurzeit sitzt Rieken, der sich in der Haft einen neuen Namen zulegte, in der Justizvollzugsanstalt Celle ein. 2012 wurde ein Antrag auf vorzeitige Haftentlassung von der Justiz abgelehnt, so dass Rieken weiterhin bis mindestens 2021 in Haft bleibt. Erst dann soll erneut geprüft werden, ob eine Strafaussetzung zur Bewährung in Betracht kommt.

Lesen Sie auch: Sexualdelikte im Oldenburger Land: Angst vor Rückkehr der Kindermörder, NWZ-Artikel vom 9.2.2011

Lesen Sie auch: Täter mit Massen-Gentest überführt, NWZ-Artikel vom 28.6.2016

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