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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Ermittlung gegen „Flugkraft“ eingestellt

01.11.2016

Strücklingen Gute Nachricht für die Organisation „Flugkraft“ aus Strücklingen: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen die gemeinnützige Gesellschaft eingestellt. Das gab Martin Rüppell, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Montag bekannt. Es gebe nach einer Prüfung keine Veranlassung, weitere Ermittlungen aufzunehmen, hieß es.

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Eine anonyme Anzeige war Anlass zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gewesen. Darin ging es um den Vorwurf, dass „Flugkraft“ eine Spende in Höhe von 12 000 Euro nicht richtig verwendet habe. Das Geld einer anonymen Spenderin sei für eine Delfintherapie in den USA für einen ganz bestimmten Jungen gewesen, heißt es in der Anzeige. Doch der Junge – Carl (5) aus Leer – konnte die Reise nicht antreten und machte stattdessen eine Delfintherapie auf Mallorca. „Flugkraft“ hatte diese Fahrt mit 2600 Euro unterstützt.

Die Spende von 12 000 Euro soll laut „Flugkraft“ genutzt werden, um einem anderen Jungen eine Delfintherapie in den USA zu ermöglichen. Doch im Umfeld der Familie von Carl ist man der Meinung, die Spende sei ausschließlich für den Fünfjährigen gedacht gewesen. So sagte etwa die Großmutter von Carl, Elfie Schröder, kurz nach Bekanntwerden der Anzeige: „Wir fühlen uns betrogen. Und die Leute sollen wissen, dass wir das Geld nicht bekommen haben.“ Seit einiger Zeit streiten die Parteien miteinander. Vorläufiger Höhepunkt war die anonyme Anzeige mit dem Verdacht der Untreue.

Dieser Vorwurf sei für die Staatsanwaltschaft aber nicht erkennbar. „Flugkraft“ habe ja schließlich kein fremdes Vermögen zweckentfremdet. Wie aus den schriftlichen Aufzeichnungen hervorginge, sei die anonyme Spende für eine Delfintherapie in den USA getätigt worden – und somit keine direkte Spende an die Familie von Carl. „Daher ist die Sache für uns aus strafrechtlicher Sicht erledigt“, so Rüppell.

Offen bleibt hingegen, ob „Flugkraft“ gegen den Anzeigenerstatter/die Anzeigeerstatterin vorgeht und selbst Strafanzeige und Strafantrag wegen des Verdachtes der falschen Verdächtigung stellt. „Wir werden den Verlauf abwarten und prüfen, ob weitere Schritte unternommen werden“, sagte Rechtsanwalt Tobias Beckmann, der die „Flugkraft gGmbH“ vertritt.

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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