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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Neun Monate Haft statt Geldstrafe

15.06.2018

Essen /Cloppenburg Wegen gewerbsmäßigen Betrugs hat das Cloppenburger Amtsgericht einen 34-jährigen Familienvater aus Essen zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte auf Ebay eine Uhr für 150 Euro angeboten, Vorkasse kassiert, die Ware aber nicht geliefert. Mittlerweile hat er den angerichteten Schaden wieder gutgemacht, doch das nutzte auch nichts mehr. Der Angeklagte ist einschlägig und mehrfach vorbestraft.

Bei den letzten drei Verurteilungen war er noch mit Bewährung davongekommen. In allen drei Urteile hatte der Richter aber geschrieben, dass es nur unter größten Bedenken noch einmal Bewährung geben würde. Jetzt stand der Angeklagte wieder vor demselben Richter. Und dieses Mal gab es keinerlei Bedenken mehr, den Angeklagten ins Gefängnis zu schicken.

Hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung die Tat als „einfachen“ Betrug gewertet und für den Angeklagten eine Geldstrafe beantragt, ging das Gericht von einem gewerbsmäßigen Betrug mit einem erhöhten Strafrahmen aus. Der 34-Jährige brauchte das Geld, um seiner Spielsucht nachzugehen. Er arbeitet in Vollzeit. Ist das Gehalt auf dem Konto, holt er es sofort in bar ab und verspielt es.

Der 34-Jährige hat mehrere Therapien durchlaufen und nimmt auch regelmäßig an ambulanten Therapien teil. Spürt er, dass er einen Rückfall in die Spielsucht erleiden könnte, gibt es für ihn eine Anlaufstelle, die ihm hilft. Ende vorigen Jahres war aber der Suchtdruck so groß, dass keine Therapie oder Anlaufstelle mehr helfen konnte. Der 34-Jährige hatte sich die 150 Euro ergaunert und sofort verspielt.

Der Angeklagte will das Urteil nicht akzeptieren. Über seinen Verteidiger wird er Berufung gegen das Urteil einlegen. Dann muss der Fall vor dem Oldenburger Landgericht neu aufgerollt werden.

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