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KRIMINALITÄT: Fahrraddiebe in Thüle immer dreister

29.12.2005

Stets abschließen

Zum Schutz gegen Fahrraddiebe empfiehlt Hauptkommissar Bernd Schedemann, derzeitiger Leiter des Polizeikommissariats Friesoythe, eine Sicherung des Fahrrades mit Schloss und Kette. Schedemann: „Auch wenn das Fahrrad nur kurz beim Bäcker abgestellt wird, sollte man es abschließen.“ Die Räder sollten stets an einen festen Gegenstand angekettet werden, zum Beispiel an einem Fahrradstand. Zuhause sollten Fahrräder grundsätzlich in einem verschließbaren Raum aufbewahrt werden. Schedemann: „Sie gehören nicht ein offenes und zugängliches Carport.“ Nützlich sei es auch, die Rahmennummer des Fahrrades und eine exakte Beschreibung des Fahrrades zu notieren.

Der Polizei ist eine Zunahme von Fahrraddiebstählen in Thüle nicht bekannt. Unterdessen beklagen immer mehr Thüler das Verschwinden ihrer Räder.

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Von Heinz-Josef Laing THÜLE - Was der Familie Latta aus Mittelsten-Thüle vor drei Wochen zugestoßen ist, steht beispielhaft für zahlreiche weitere Fälle in der gut 1000 Einwohner zählenden Ortschaft. Dort werden seit Monaten gezielt hochwertige Fahrräder gestohlen. Herbert Latta traute seinen Augen kaum: „Zwei Fahrräder sind weg. Sie standen im Carport am Haus, direkt unter dem Küchenfenster.“

Verschwunden sind bei den Lattas ein Mountain-Bike der Marke Bulls, das Sohn Tobias (18) gehörte, und ein älteres Damenfahrrad. Herbert Latta: „Das Mountain Bike hatte einen Wert von etwa 700 Euro.“ Das Damenfahrrad war zwar schon betagt. Latta: „Es hatte keinen großen Wert mehr, aber unsere Oma hatte sich sehr an das Fahrrad gewöhnt und kommt nur schlecht mit einem anderen Rad klar.“ Bereits vor gut drei Monaten hatte Junior Matthias (15) Latta sein Mountain-Bike (Wert: 500 Euro) als gestohlen gemeldet. Es verschwand an der Schulbushaltestelle am Kurfürstendamm.

Andere Thüler berichten von ähnlichen Erlebnissen. So wurden wiederholt Fahrräder beim Sportlerheim entwendet. Geschädigte waren Fußballer, die dort ihre Fahrräder während des Trainings auf dem angrenzenden Sportplatz abgestellt hatten. Auch während der Übungsabende des Thüler Musikvereins bei der Gastwirtschaft Sieger verschwanden wiederholt Fahrräder. Dort wurde beispielsweise das Mountain-Bike von Henning Nienaber (15) entwendet.

Josef Hempen vermisst gleich drei Fahrräder. Zuerst wurde das 400 Euro teure und fabrikneue Fahrrad seiner Tochter beim Übungsabend der Musiker gestohlen. Zwei weitere Räder verschwanden spurlos aus der eigenen Autogarage. Josef Hempen erstattete Anzeige bei der Polizei. Den schriftlichen Bescheid gab es wenige Wochen später von der Staatsanwaltschaft: Die Ermittlungen nach den Dieben wurden ohne Ergebnis eingestellt. Ähnliche Post flatterte auch Hildegard Bregen aus Thüle auf den Tisch, nachdem sie bei der Polizei in Friesoythe den Diebstahl ihres Fahrrades angezeigt hatte. Ihr „wirklich sehr gutes Fahrrad“ war im Carport neben dem Wohnhaus abgestellt und eines Morgens verschwunden.

Die meisten Betroffenen vermuten hinter den seit Monaten andauernden Fahrraddiebstählen gezielte Aktionen: „Da sind Diebe unterwegs, die nach hochwertigen Fahrrädern Ausschau halten. Man hat ja schon gehört, dass gebrauchte Räder in Hamburg für den Export nach Übersee auf Schiffe verladen werden.“ In zwei Fällen berichten Betroffene von auffälligen Autos in Thüle. So war ein Kleintransporter mit polnischem Kennzeichen bemerkt worden. Bei einem weiteren Fahrzeug äußerten Zeugen den Verdacht, gestohlene Fahrräder würden in einen Anhänger verladen. Die Polizei in Friesoythe hat bislang keine besondere Zunahme von Fahrraddiebstählen in Thüle registriert. Hauptkommissar Bernd Schedemann vermutet, dass viele Betroffene keine Anzeige erstatten.

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