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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Friesoytherin sprüht Nachbarn Pfefferspray ins Gesicht

14.12.2017

Friesoythe Wegen gefährlicher Körperverletzung ist eine 29 Jahre alte Frau aus Friesoythe zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Cloppenburger Amtsgerichtes hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch in zweiter Instanz bestätigt. Hintergrund des Verfahrens war ein handfester Nachbarschaftsstreit, den die Angeklagte den Feststellungen zufolge am Ende mit Pfefferspray ausgetragen hatte.

Die 29-Jährige soll zunächst einen Streit mit dem Hausnachbarn angefangen haben, dann mit dem Nachbarn von gegenüber. Die 29-Jährige hatte dann gesehen, wie der Nachbar in einem Verbrauchermarkt Spirituosen einkaufte. Als er wieder nach Hause kam, stand die Angeklagte schon am geöffneten Fenster ihrer Wohnung. Sie soll dem Nachbarn zugerufen haben, er solle weniger „saufen“. Das wollte der Nachbar nicht auf sich sitzen lassen. Er forderte die Frau auf, nach draußen zu kommen.

Die Angeklagte hatte behauptet, der Nachbar habe sie draußen angegriffen. In Notwehr habe sie dann ihr Pfefferspray eingesetzt. Der Nachbar hatte einen Angriff aber vehement bestritten. Es sei zu einem verbalen Streit gekommen, und man habe sich auch Nase an Nase gegenübergestanden. Angefasst oder angegriffen habe er die Angeklagte aber nicht. Die Gerichte glaubten auch dem Nachbarn. Eine Notwehrlage habe nicht vorgelegen, teilte das Landgericht die Auffassung des Cloppenburger Amtsgerichtes.

Die Angeklagte hatte den Feststellungen zufolge das Pfefferspray mit nach draußen genommen und hinter ihrem Rücken verborgen gehalten. Die Oldenburger Berufungskammer hatte am Mittwoch noch eine andere Variante der Notwehr. Wenn Notwehr, dann sei es eine provozierte Notwehr gewesen, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch.

So oder so: Der Einsatz des Pfeffersprays sei nicht gerechtfertigt gewesen. Deswegen ist die Berufung der Angeklagten auch verworfen worden.

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Landgericht Oldenburg