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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Rundgang mit besonderem Blick

13.09.2019

Friesoythe Wenn Ingo Maronde durch die Gänge des St.-Marien-Hospitals in Friesoythe geht, hat er einen ganz besonderen Blick: „Als Brandschutzbeauftragter schaue ich immer, an welchen Stellen wir uns noch verbessern können“, sagt der Technische Leiter des Krankenhauses.

Er sieht das Hospital in Friesoythe für den Ernstfall gut gerüstet. Erst kürzlich hatte die Deutsche Stiftung Patientenschutz nach einem Brand in einer Düsseldorfer Klinik generelle Kritik an den Brandschutzmaßnahmen in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen geübt.

Maronde fühlt sich davon nicht angesprochen: „Unsere Anlagen werden regelmäßig überprüft und die Feuerwehr übt in unserem Gebäude regelmäßig für den Ernstfall“, sagt er. Die enge Zusammenarbeit mit der Wehr sei besonders wichtig, damit sich die Einsatzkräfte im Gebäude auskennen und auch im dichten Rauch zurechtfinden.

Auch die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, vor allem im Umgang mit Feuerlöschern. „Aufgrund der verschiedenen technischen Geräte haben wir CO2- und Schaumlöscher“, erklärt Maronde. Die vielen Geräte sind im Hinblick auf den Brandschutz eine Herausforderung: „Trotz Wartung kann immer eine Fehlfunktion auftreten, wie zuhause, wo auch mal eine Lampe kaputt geht.“

Doch egal wie gut die Mitarbeiter und Maronde selbst geschult sind – zur Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten gehören 66 Lerneinheiten – eines können sie nicht beeinflussen: Das Verhalten der Patienten und Besucher. Wenn Möbel in Fluchtwege gestellt werden oder im Zimmer geraucht wird, müssen die Mitarbeiter eingreifen.

Auch die Rauchmelder werden regelmäßig überprüft und ausgetauscht, dazu war Stefan Bollen am Mittwoch vor Ort: „Wir machen alle drei Monate eine Sichtprüfung und schauen auch, ob die Linien der Rauchmelder ausgelöst werden und sich die Lüftung abschalten lässt“, sagt der Servicetechniker für Brandmeldeanlagen und Sicherheit.

Den Ernstfall zu proben, ist in Kliniken sehr schwierig: „Eine ganze Station zu evakuieren, wäre ein enorm hoher Organisationsaufwand. Vor allem den Patienten wollen wir dies jedoch nicht antun“, sagt Maronde. Für den Ernstfall müssen mehrere Rettungswege vorgehalten werden: „Wir haben zwei Treppenhäuser und das Gebäude ist in mehrere Brandabschnitte aufgeteilt. Die Brandschutztüren werden ebenfalls regelmäßig geprüft“, betont der Brandschutzbeauftragte.

Der letzte Rettungsweg führe über das Fenster. Deswegen sei das Gebäude auch nur so hoch gebaut worden, dass die Feuerwehr vor Ort jedes Fenster mit der Drehleiter erreichen kann.

Wenn die Einsatzkräfte anrücken müssen, finden sie gleich im Eingangsbereich des Gebäudes die Laufkarten, die die verschiedenen Abschnitte des Gebäudes genau anzeigen. Zudem befinden sich Hydranten in jeder Etage an der Wand und die Kräfte haben im Ernstfall Zugriff auf einen Generalschlüssel.

Fertig sind Maronde und Bollen nie: „Wir beraten immer, wo Gefahrenquellen sind und welche Maßnahmen wir dagegen ergreifen können.“ Dies ist auch vorgeschrieben – mindestens 200 Stunden im Jahr muss Maronde durch die Gänge laufen, um seinen ganz besonderen Blick auf das Alltagsgeschehen im St.-Marien-Hospital zu werfen.

Nils Coordes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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