• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Asylbewerber ergaunert sich 16 000 Euro

11.10.2018

Friesoythe /Cloppenburg Wegen Sozialbetrugs im großen Stil hat das Cloppenburger Amtsgericht jetzt einen marokkanischen Asylbewerber aus Friesoythe im Strafbefehlswege zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der 32-Jährige die ergaunerten Gelder zurückzahlen. Das sind in seinem Fall mehr als 16 000 Euro. Der Angeklagte lebte in einer Asylbewerberunterkunft in Friesoythe. Von der dortigen Sozialbehörde bezog er nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Gelder für den Lebensunterhalt.

Gleichzeitig aber hatte er sich mit einem Aliasnamen von der Sozialbehörde in Hannover Leistungen erschlichen. Ein Jahr lang hatte der Angeklagte die zusätzlichen Gelder bezogen, bis er aufflog. Fortan wurde gegen den Angeklagten wegen Sozialbetruges ermittelt. Dann kam es zur Terminierung des jetzigen Verfahrens.

Da eine Zustellung der Ladung zum Termin per Post schwierig war, hatte eine Mitarbeiterin des Amtsgerichtes dem Angeklagten die Ladung zum Termin höchstpersönlich in der Unterkunft in Friesoythe vorbeigebracht. Doch der Aufwand sollte sich nicht lohnen. Denn zum Termin am Dienstag erschien der Angeklagte erst gar nicht. Keiner weiß, wo er sich befindet. Das Gericht erließ die Strafe dann im Strafbefehlswege (schriftliche Form eines Verfahrens).

Möglicherweise ist der 32-Jährige abgetaucht. Dem Angeklagten wurde ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Ob der Anwalt nun seinen unbekannten Mandat findet, bleibt abzuwarten. Theoretisch könnte der 32-Jährige noch Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen. Dann käme es wieder zu einer Hauptverhandlung.

Weitere Nachrichten:

Cloppenburger Amtsgericht

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.