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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Friesoyther gesteht in letzter Minute

06.12.2019

Friesoythe /Cloppenburg Sie wollten Zivilcourage zeigen und einer jungen Frau helfen, die von einem Mann während eines heftigen Streits arg bedrängt wurde. Doch dann wurden die Ersthelfer selbst angegriffen, geschlagen und getreten. Die Friesoyther Streithähne gehörten zusammen, sie waren ein Pärchen. Und als die Ersthelfer nichtsahnend der Frau zur Seite stehen wollten, tat sich das Pärchen plötzlich wieder zusammen und schlug nun gemeinsam auf die Helfer ein.

In einem ersten Prozess vor dem Jugendgericht des Cloppenburger Amtsgerichtes konnte die ungeheuerliche Tat trotz der Vernehmung zahlreicher Zeugen nicht gänzlich aufgeklärt werden, zumal das Pärchen selbst zur Aufklärung des Geschehens nichts beitrug. Das Gericht stellte das Verfahren gegen das Pärchen dann ein, allerdings mit Auflagen. Die 20-jährige Frau – sie soll den weiblichen Ersthelfern die Haare herausgerissen haben – wurde unter Betreuung gestellt.

Gegen ihren 22-jährigen Freund verhängte das Gericht Arbeitsstunden, die er ableisten sollte. Während die Betreuungsweisung bei der jungen Frau gut lief, sah ihr Freund von der Erfüllung seiner Auflagen „großzügig“ ab. So kam es jetzt vor dem Cloppenburger Jugendgericht zu einem Folgeprozess gegen den 22-Jährigen. Nun stand eine Gefängnisstrafe im Raum. Der junge Angeklagte hatte davor panische Angst. Wegen anderer Taten hatte er gerade einen dreiwöchigen Dauerarrest hinter sich.

Und nun ins Gefängnis? Den Feststellungen zufolge hat der Dauerarrest bei dem Angeklagten einen tiefen, nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das Ziel einer Inhaftierung war damit eigentlich schon erfüllt. In der Sache selbst (Ersthelfer angreifen, verprügeln und treten) legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Das Gericht verurteilte ihn dann zu drei Monaten Haft. Und weil der Angeklagte vom Dauerarrest schon tief beeindruckt war, in der Sache ein Geständnis abgelegt hatte und nun einen Job hat, setzte das Gericht die Vollstreckung der Strafe doch noch einmal zur Bewährung aus.

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