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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Leben retten in 32 Metern Höhe

27.08.2018

Friesoythe Feuerwehrmann Josef Pahlke lässt mit zwei Fingern am Steuerungspult den Rettungskorb auf 32 Meter (Maximalhöhe) hochfahren. In 75 Sekunden ist die Drehleiter des neuen Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe ausgefahren. Der in Karlsruhe von der Firma Rosenbauer in zehn Monaten gebaute „Rettungsgigant“ hat es in sich. Mit 15 Tonnen Gesamtgewicht, einem Rettungskorb für fünf Personen und einer knickbaren Leiter schießt die Wasser- und Schaumwerferkanone 2000 Liter pro Minute raus.

Die etwa 120 Gäste, darunter Vertretungen aller Ortsfeuerwehren mit ihren beiden Ehrenstadtbrandmeistern Alfons Banemann und Gerd Deutschkämer, Feuerwehren der Nachbarkommunen, Vertreter des Rates, der der Verwaltung der Stadt Friesoythe und der Nachbarn waren am Freitagabend beim Feuerwehrhaus schwer beeindruckt von diesem technischen Meisterwerk. Bürgermeister Sven Stratmann hob in seiner Begrüßung zur Übergabe und Einsegnung der neuen Drehleiter bzw. des neuen Leiterwagens hervor, dass die Gesamtkosten für dieses Fahrzeug von etwa 670 000 Euro eine sehr gute Investition für die Sicherheit der Menschen in Friesoythe und auch für den Nordkreis des Landkreises Cloppenburg seien. Es ist der erste neue Leiterwagen für die Feuerwehr Friesoythe nach 28 Jahren.

Alle dreizehn Bürgermeister des Landkreises hatten seinerzeit für die Neuanschaffung gestimmt und so bleibt nach Abzug der Gelder aus der Feuerschutzsteuer, dem Haushalt des Landkreises Cloppenburg (zusammen insgesamt 50 Prozent) und einer Spende durch die Öffentliche Versicherung Oldenburg (Landesbrandkasse) in Höhe von 15 000 Euro ein Eigenanteil bei der Stadt Friesoythe von circirca 320 000 Euro.

Stratmann, selbst 24 Jahre Polizist gewesen, hob aus eigener Erfahrung vor, wie notwendig eine gute Ausrüstung und Ausstattung für Lebensretter seien. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich hier ehrenamtliche Männer und Frauen tagtäglich für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt bereithalten, setze eine optimale Ausstattung voraus, so der Bürgermeister. Seinen lobenden und dankenden Worten schlossen sich Kreisbrandmeister Arno Rauer, der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe, Matthias Schmidt, Frank Schwerter als Bereichsdirektor und Vertreter der Landesbrandkasse sowie Neidhard Varnhorn als Dezernent stellvertretend für Landrat Johann Wimberg an.

Gemeinsam standen in der wohl „teuersten Kanzel“ der Stadt Friesoythe für die Einsegnung des Fahrzeuges Diakon Heinz Wübben von der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien und Pfarrer Joachim Punzel von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Michaelis. Diakon Wübben betonte, wie sehr bei der Feuerwehr die tägliche Nächstenliebe vom Ehrenamt gelebt wird. „Es geht euch nicht um Lob und Anerkennung, sondern einfach darum, für jeden Nächsten da zu sein, wenn er sich in Not befindet. Dafür spreche ich euch im Namen der Pfarrgemeinde St. Marien meinen herzlichen Dank aus.“

Nach der Segnung des Leiterwagens konnten sich die vielen Gäste gen Himmel fahren lassen und dies taten dann auch die beiden Geistlichen. „Für einen kleinen Moment Gott etwas näher sein“ schmunzelte Wübben, der, wie auch Pfarrer Prunzel, diese „erhebende“ Einsegnung wohl so schnell nicht vergessen wird.

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