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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Unbekannte randalieren auf dem Boot von Nordbeton

26.01.2019

Friesoythe „Wenn es ein Jugendstreich war, dann ist der vollkommen aus dem Ruder gelaufen.“ Das sagte der Geschäftsführer Steffen Plötner von der Firma Nordbeton aus dem Ortsteil Kampe am Freitag. Denn auf dem Boot des Unternehmens wurde randaliert. Doch das war längst nicht alles.

Als Plötner am Morgen eintraf, waren die Polizei sowie ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) bereits vor Ort. An Deck des Bootes von 1955, das für Firmen- und Kundenveranstaltungen genutzt wird, lagen gezündete sowie auch unbenutzte Böller. Außerdem fehlte das Rücklicht. Es sei abgerissen und vermutlich ins Wasser geworfen worden, genauso wie der Rettungsring, ist sich Plötner sicher. Auch die Wände des Abdeckzeltes wurden gelöst und vermutlich über Bord geworfen. In die Kajüte und ins Fahrerhäuschen wurde nicht eingebrochen. Eventuelle Schäden am benachbarten Firmengebäude konnte der Geschäftsführer nicht feststellen. „Die Wut der Täter hat sich auf das Schiff konzentriert“, sagte Plötner. Damit aber nicht genug.

„Das Boot wurde losgemacht und trieb etwa 100 Meter weiter unter der Brücke hindurch in Richtung Sedelsberg“, sagte der Geschäftsführer. „Ich glaube, das war schließlich das Finale.“ Ein gefährliches Finale. Immerhin ist das Stahlboot über 15 Meter lang und kein Leichtgewicht.

Um 6.45 Uhr ging die Meldung beim WSA Meppen ein. Ein Binnenschiffer hatte das herrenlose und unbeleuchtete Boot auf dem Küstenkanal entdeckt. Gegen 7 Uhr wurde Plötner von einem Mitarbeiter verständigt. „Zum Glück war das Boot relativ nah an der Spundwand. Unsere Mitarbeiter konnten das Schiff ranziehen und es provisorisch festmachen“, erzählte Plötner. „Ich habe es dann an den eigentlichen Liegeplatz gefahren.“ Auch ein Schubboot des WSA war vor Ort und wollte bei der Bergung helfen. Da war das Boot aber schon gesichert.

„Für mich ist diese Tat ein gefährlicher Eingriff in den Binnenschiffverkehr. Zum Glück ist nicht Schlimmes passiert“, ist der Geschäftsführer froh. Den entstanden Sachschaden schätzt Plötner derweil auf etwa 2000 Euro. „Wenn jemand was gesehen oder gehört hat, dann soll er sich doch bitte bei uns melden“, hofft der Geschäftsführer auf sachdienliche Hinweise. „Wir werden eine Belohnung von 500 Euro aussetzten.“

Es war nicht das erste Mal, dass das Boot unbefugterweise betreten wurde. „Es ist schon einmal vorgekommen, dass sich Leute Zutritt zu unserem Boot verschafft haben“, sagte Plötner. Zwischen Weihnachten und Neujahr hätten Unbekannte die Klappe zum Motorraum geöffnet. Außerdem befand sich eine leere Bierflasche an Bord.

Damit das Boot nicht noch einmal losgemacht werden kann, hat der Geschäftsführer nun Vorsichtsmaßnahmen getroffen. „Wir haben das Tau mit einer Kette und einem Vorhängeschloss gesichert. Das ist normalerweise alles andere als üblich“, erklärt Plötner. Aber nach dem neuerlichen Vorfall bleibt dem Unternehmen aus Kampe wohl keine andere Wahl.

Niklas Benter Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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