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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Smartphone an – Aufmerksamkeit aus

22.11.2019

Friesoythe Es geht ganz schnell. Eben das Handy aus der Konsole nehmen und eine Nachricht tippen. Doch in diesen paar Sekunden kann viel passieren – der Autofahrer ist abgelenkt. Diese wenigen Sekunden reichen, um im Straßenverkehr fatale Fehler zu begehen. Um gegen diese und weitere Ablenkungen im Straßenverkehr vorzugehen, sind die Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta in dieser Woche flächendeckend im Einsatz.

Bereits früh morgens geht es in Friesoythe los. Unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Ralf Glandorf machen sich die Kommissare Markus Dröge, Sonja Stammermann und Sandra Peters auf den Weg zur Barßeler Straße. Ein ziviles Fahrzeug mit zwei Beamten platziert sich in Höhe des Netto-Marktes, ein Streifenwagen mit den anderen Beamten ein paar Meter dahinter beim Parkplatz vor dem Tedi-Markt. Die Beamten im zivilen Fahrzeug müssen jetzt ihr geschultes Auge beweisen. „Das bloße in die Hand nehmen des Telefons ist noch kein Tatbestand. Es müssen Sprechbewegungen stattfinden oder der Hörer muss am Ohr sein“, sagte Glandorf im Gespräch mit unserer Zeitung. So ist so eine Kontrolle für die Beamten des Kommissariats Friesoythe ein zähes Geschäft. „Bei der Geschwindigkeitskontrolle ist es recht eindeutig – der Laser zeigt ein unanfechtbares Ergebnis an. Hier müssen wir uns jetzt auf unsere Augen verlassen“, sagt Markus Dröge.

Trotzdem gehen den Beamten natürlich Handy-Sünder ins Netz. Was die wenigstens wissen: Das wird ganz schön teuer. 100 Euro plus Bearbeitungsgebühr (zwischen 20 und 30 Euro) sowie ein Punkt in Flensburg müssen Handy-Sünder zahlen. So ist auch ein Handwerker, der mit dem Hörer am Ohr in seinem Lieferwagen telefonierte, doch überrascht über die Höhe des Bußgeldes. „Aber es nützt nichts. Ich habe es gemacht und nun muss ich halt mit den Konsequenzen Leben“, sagt er mit einem Schmunzeln. Doch so entspannt wie er nehmen die wenigstens die Handy-Sünder die Kontrollen auf. „Der Großteil der Kontrollierte reagiert sehr zornig. Meistens wird dann mit dem Anwalt gedroht“, sagt Polizeikommissar Markus Dröge.

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Der nächste Fall. Dieses Mal auf zwei Rädern – ein Fahrradfahrer mit Kopfhörer in den Ohren geht den Beamten ins Netz. „Der Straßenverkehr muss zu hören sein. Wer zu laut Musik hört, kann seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen“, so Dröge. Immerhin zehn Euro muss der Fahrradfahrer zahlen. Teurer wäre es geworden, wenn auch er sein Handy auf dem Fahrrad benutzt hätte. „Wer auf dem Fahrrad sein Mobiltelefon benutzt oder telefoniert muss mit einem Bußgeld von rund 50 Euro rechnen“, so Dröge weiter.

Neben Friesoythe waren die Beamten auch in Barßel und im Saterland aktiv. „In den erste drei Tagen konnte wir rund 15 Handy- und einen Kopfhörerverstoß feststellen“, zieht Ralf Glandorf ein Zwischenfazit. Es sind zwar wenige Verstöße, aber das ist ja auch ein gutes Zeichen.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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