• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Nach Raub mit Roller über Füße gefahren

13.01.2018

Garrel /Cloppenburg Wegen räuberischen Diebstahls hat das Jugendgericht des Cloppenburger Amtsgerichtes am Freitag einen 16-jährigen Jugendlichen aus Garrel zur Teilnahme an einem sozialen Trainingskursus und zu einer Schmerzensgeldzahlung verurteilt. Der junge Angeklagte hatte am Tattag dingend Tabak benötigt. Aufgrund seines Alters konnte er den aber nicht käuflich erwerben. So war der 16-Jährige auf die Idee gekommen, den Tabak in einem Garreler Verbrauchermarkt zu stehlen.

Mit seinem Roller war er zum Markt gefahren. Seinen Mofahelm nahm er mit ins Geschäft. Den lud er nun voll mit dem begehrten Tabak nebst Zubehör. Der Helm indes war so vollgeladen, dass man schon von Weitem die Beute sehen konnte. Der 16-Jährige passierte dann den Kassenbereich, ohne die Ware zu bezahlen. Ein aufmerksamer Angestellter des Marktes hatte das Treiben des Angeklagten beobachtet und war diesem bis nach draußen gefolgt.

Er stellte sich nun vor den Roller des 16-Jährigen, um ihn am Wegfahren zu hindern. Doch der 16-Jährige gab Gas und fuhr mit dem Roller über den linken Fuß des Verfolgers. Der Marktangestellte gab aber nicht auf. Er konnte den 16-Jährigen auch erneut einholen. Aber der Angeklagte wollte unbedingt im Besitz der Beute bleiben. Deswegen fuhr er mit seinem Roller nun über den rechten Fuß des Verfolgers.

Der Angeklagte hatte die Rechnung aber ohne die Passanten gemacht, die alles gesehen hatten. Sie konnten den 16-Jährigen dann überwältigen. Die Mutter des 16-Jährigen soll im Verfahren ihrem Sohn angeboten haben, in Zukunft für ihn den Tabak zu kaufen, bevor er ihn stehle. Auch der Marktangestellte zeigte sich nachgiebig. Dass der Angeklagte mit seinem Roller über seine beiden Füße gefahren sei, habe gar nicht richtig wehgetan, meinte er.

Das Gericht sprach den Angeklagten des räuberischen Diebstahls mit einem erhöhten Strafrahmen schuldig, weil er Gewalt angewendet hatte, um im Besitz der Beute bleiben zu können. Das Urteil ist rechtskräftig geworden.