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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Justiz: Strafe nach Einspruch verdoppelt

19.11.2019

Garrel /Cloppenburg Ein 33 Jahre alter Mann aus Garrel fühlt sich absolut im Recht. Deswegen hat er gegen einen milden Strafbefehl Einspruch eingelegt mit der Folge, dass er nun das Doppelte an Strafe bekommen hat. Das hat das Cloppenburger Amtsgericht so entschieden. Dort musste der Fall (Körperverletzung) verhandelt werden, weil der Angeklagte gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt hatte.

Hintergrund des Falles sind angebliche Gelder, die eine Person aus Garrel dem Angeklagten schuldet. Es soll sich dabei um 70 Euro handeln. Am Tattag hatte der Angeklagte dann den Mann aufgesucht und zwar dort, wo er sich gerade aufhielt. Der Mann war nicht zuhause gewesen. Als er den Mann traf, soll der den Feststellungen zufolge (nach einem kurzen Streit) sofort auf den Mann eingeschlagen haben. In den Augen der Staatsanwaltschaft und des Gerichtes war das kein gerechtfertigter Angriff.

Die Sache war es aber offenkundig nicht wert, groß hoch gehängt zu werden. Deswegen beließ man es bei einem Strafbefehl. Für die Körperverletzung war der Angeklagte darin zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Doch der Angeklagte wollte unschuldig sein. Er legte Einspruch ein. Im Verfahren berief sich der Angeklagte auf Notwehr. Als er am Tattag den Schuldner getroffen habe, sei auch dessen Bruder anwesend gewesen. Der habe ihn sofort an den Kragen gepackt.

Der Angeklagte will sich dann losgerissen und in Notwehr zugeschlagen haben. Nur: Beide Brüder sagten übereinstimmend aus, dass der Angeklagte sofort zugeschlagen habe. Damit war für das Gericht eine angebliche Notwehrlage vom Tisch. Aus der Geldstrafe (Strafbefehl) von 600 Euro wurde dann eine Geldstrafe von 1200 Euro – nach zweistündiger Verhandlung. Zwischendurch soll die Verteidigung noch versucht haben, den Einspruch gegen den Strafbefehl doch wieder zurückzunehmen. Doch da war es schon zu spät gewesen. Jetzt hat der Angeklagte Berufung gegen das Urteil eingelegt.

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