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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Haftstrafen für Transportunternehmer und Sohn aus Garrel

08.09.2017

Garrel /Cloppenburg /Oldenburg Nun steht es fest: Die beiden Transportunternehmer aus Garrel (Vater und Sohn) müssen ins Gefängnis. Das Urteil des Oldenburger Landgerichtes gegen die beiden Angeklagten ist rechtskräftig geworden. Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat die Revision der Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätige am Donnerstag das Landgericht.

Das Landgericht hatte die beiden Angeklagten im Mai wegen gefährlicher Körperverletzung zu 20 Monaten Gefängnis beziehungsweise (den Sohn) zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatten einen Jugendlichen auf einem Spielplatz in der Nähe ihres Hauses verprügelt. Doch damit nicht genug. Vater und Sohn sind vorbestraft. Sie hatten Mitarbeiter ihres Unternehmens zusammengeschlagen und waren dafür in einem früheren Verfahren vom Cloppenburger Amtsgericht zu zwei Jahren beziehungsweise 20 Monaten (Sohn) Haft verurteilt worden. Die Vollstreckung dieser Strafen wurde seinerzeit aber noch zur Bewährung ausgesetzt.

Doch das ist nun vorbei. Aufgrund der neuen Tat werden die früheren Bewährungen nun widerrufen. Die Strafen müssen nun zusätzlich verbüßt werden. Das bedeutet, dass der Vater für insgesamt knapp vier Jahre ins Gefängnis muss, der Sohn für insgesamt knapp zwei Jahre. Eine Bewährung kam nicht in Frage, weil eine günstige Sozialprognose nicht gestellt werden konnte.

Dass es bezüglich Tat zum Nachteil des Jugendlichen keine Bewährung mehr gab, lag an dem Umstand, dass die Oldenburger Berufungskammer unter Vorsitz von Richter Alexander Wiebe den Angeklagten eine günstige Sozialprognose als Vorbedingung für eine Bewährungsstrafe nicht stellen konnte. Eine Anti-Gewalt-Therapie, die die beiden Angeklagten begonnen hatten, war halbherzig betrieben worden. So kam es dann zu der Verurteilung zu den Gefängnisstrafen mit der Konsequenz des Widerrufs der früheren Bewährung.