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Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka
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Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka

NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Blaulicht statt Silvesterraketen

30.12.2017

Garrel Wenn in der Silvesternacht die Garreler ausgelassen auf den Straßen die Raketen in den Nachthimmel steigen lassen, wird auch beim Deutschen Roten Kreuz an der Böseler Straße mit einem Sekt auf das neue Jahr angestoßen – alkoholfrei, versteht sich. „Der gehört auf den Bereitschaften zur Pflichtausstattung“, sagt Walter Rempe mit einem Lachen. Er ist Bereichsleiter Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband, der auch für Garrel zuständig ist.

Wenigstens einer der beiden fast identischen voll ausgestattete Rettungswagen wird in der Nacht vermutlich häufiger aus der geräumigen Garage an der Böseler Straße fahren. Der eine Rettungswagen, der seit etwa zwei Jahren in Garrel stationiert ist, wird als Außenstelle der Rettungswache Friesoythe von hauptamtlichen Kräften besetzt. „Vorher sind wir teils mehr als 500 Einsätze pro Jahr gefahren – für das Ehrenamt kaum zu leisten“, sagt der Garreler Bereitschaftsleiter Christian Lanfermann.

Die ehrenamtlichen Garreler DRK-Rettungskräfte besetzen den zweiten Rettungswagen, wenn die hauptamtlichen bereits im Einsatz sind oder wenn mehr Kräfte gebraucht werden. Den aber gerade tagsüber zu besetzen, sei schwierig, weiß Christian Lanfermann, denn viele Ehrenamtliche arbeiten nicht in Garrel, andere können nicht einfach ihren Arbeitsplatz verlassen.

Schlaganfall oder Herzinfarkt – häufig kommt es auf jede Minute an. „Die therapiefreie Zeit muss so kurz wie möglich gehalten werden“, sagt Walter Rempe. „Internistische Notfälle machen einen Großteil der Einsatzfahrten aus“, sagt Notfallsanitäter Rempe. Atemnot, Asthma-Anfälle, Blutzucker-Entgleisungen, schwerwiegende fieberhafte Infekte auch.

In welches Krankenhaus die Notfälle gefahren werden – das entscheidet die Großleitstelle in Oldenburg. Über das Invena-System übermittelt der Rettungssanitäter einen Code, über den das passende Krankenhaus mit freien Betten zugeordnet wird. Vorbei die Zeiten, als die Retter Krankenhaus um Krankenhaus nach verfügbaren Betten abtelefonieren mussten.

Das Deutsche Rote Kreuz, das 1961 in Garrel gegründet worden ist, zählt heute 68 Mitglieder, davon sind 25 rettungsdienstlich ausgebildet – vom Rettungshelfer bis zum Notfallsanitäter. Christian Lanfermann ist ehrenamtlicher Rettungsassistent, unterstützt aber gerne auch die hauptamtlichen Kräfte – so auch in der Silvesternacht. Die Bereitschaft ist von hauptamtlichen Kräften vor allem an den Wochenenden rund um die Uhr besetzt, von montags bis donnerstags zudem in der Zeit von 7 bis 23 Uhr.

Ob Lanfermann in der Nacht viel Schlaf in einem der beiden Schlafräume im Obergeschoss der Bereitschafts-Unterkunft, die vor 15 Jahren an der Böseler Straße errichtet wurde, bekommen wird? Eher fraglich. Auch in diesem Jahr werden die Notfall-Helfer zu einigen Einsätzen ausrücken müssen. Auf spezielle Verletzungsarten bereiten sie sich aber nicht vor. Der Böller, der in der Hand explodiert – letztlich eine Wunde wie andere, die versorgt werden muss.

Insgesamt besetzen am Silvester 21 Kräfte beim Deutschen Roten Kreuz im Landkreis Cloppenburg die Wachen in Friesoythe (mit Garrel), Löningen, Barßel (mit Scharrel) und Cloppenburg. Und auch Ehrenamtliche halten sich zurück, um Einsatzbereitschaft etwa bei Großschadenslagen herstellen zu können, wie Lanfermann sagt. „Eine gewisse Verantwortung bringt dieses Engagement mit sich.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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