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Tennishalle in Westerstede brennt
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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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Tennishalle in Westerstede brennt

NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Offenes Ohr und kritische Stimme

27.06.2019

Garrel Einmal „Dorfsheriff“ in Garrel zu sein – nein, das hatte sich Reinhard Meyer nicht als Kind vorgestellt, wenn er nach seinem Berufswunsch gefragt wurde. „Ich bin da eher so reingerutscht“, sagt der 62-jährige Garreler. An diesem Freitag wird er wieder „rausrutschen“: Nach 43 Dienstjahren und zehn Monaten wird der Polizeibeamte in den Ruhestand verabschiedet.

Im Gespräch mit der NWZ blickt der Garreler Dienststellenleiter „zufrieden“, wie er sagt, auf sein Berufsleben zurück. „Es hat sich viel geändert“, sagt Meyer, der seine Laufbahn 1975 bei der Polizei in Bremen begann. Fernschreiber mit Lochkarten und Funktelefone sind längst Geschichte. Mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten war für Meyer selbstverständlich. So war er einige Jahre für die Betreuung des IT-Systems bei der Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta tätig.

Nach Ende der dreijährigen Ausbildung war ihm aber klar, dass er aufs Land zurück wollte – so sehr ihm Bremen als Stadt auch gefiel und noch heute gefällt. Der gebürtige Garreler wechselte nach Cloppenburg, wurde dort im Streifendienst eingesetzt. Dann ging er in den Ermittlungsdienst nach Friesoythe. Das Fachhochschulstudium folgte in Hildesheim, bevor er zunächst wieder in Friesoythe eingesetzt wurde. Als sich im März 1996 die Gelegenheit bot, an der Seite von Jürgen Bendleb in Garrel die Dienststelle zu übernehmen, musste er nicht lange überlegen. Bedenken, in seinem Wohnort auch als Polizeibeamter tätig zu sein, hatte er keine. Und damit habe er auch keine schlechten Erfahrungen gemacht, sagt der Polizeihauptkommissar rückblickend.

Mit den Menschen sprechen, ihnen auch mal einen Rat geben und sie unterstützen – das ist für Reinhard Meyer die Maxime seines Tuns. „Diese Einstellung hat es mir leichter gemacht“, ist Meyer überzeugt.

Die Arbeit, an der er gleichwohl den Spaß nicht verloren hat, sei mit den Jahren immer umfangreicher geworden. Diebstähle, Gewaltdelikte, Verkehrsunfälle – sehr vielfältig sind die Aufgaben des „Dorfpolizisten“. Sprachbarrieren gilt es zu überwinden, etwa beim Kontakt mit Werkvertragsarbeitern, die in Garrel leben und arbeiten.

Der Zuzug der Spätaussiedler Anfang der 90er Jahre und damit einhergehende Konflikte forderte auch die Garreler Polizisten. Meyer ist froh über die zahlreichen Unterstützungsangebote in sprachlicher wie sozialer Hinsicht, die es heute gibt.

Gerne denkt er an die Präventionsarbeit in Schulen und Kindergärten zurück: „Das hat mir immer viel Spaß gemacht.“

Immer ein offenes Ohr haben – das gilt sowohl bei Kindern, als auch bei Anrufern, denen etwas nicht schnell genug geht. Nicht schnell genug geht es Reinhard Meyer, wenn es um die Verkehrssituation im Ortskern geht. Die liege ihm sehr am Herzen – als „kritische Stimme“ will er trotz seines Ruhestands weiter hörbar sein. Ihn wurmt sichtlich, dass es für Fahrradfahrer entlang der Hauptstraße noch immer keine Entwicklung gibt. Da sei auch noch eine Menge Aufklärungsarbeit notwendig, glaubt Meyer.

Nun tritt der leidenschaftliche Fahrradfahrer, der auch Vorsitzender des Radsportclubs Garrel ist, zunächst selbst in die Pedale. Er wird mit einem Bekannten eine größere Radrundfahrt durch Dänemark und Schweden unternehmen. Weitere Touren werden sicher folgen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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