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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Wer ist schuld am tödlichen Bootsunfall?

22.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-22T05:12:03Z 280 158

Nach Hafenfest In Barßel:
Wer ist schuld am tödlichen Bootsunfall?

Barßel/Cloppenburg/Oldenburg War das Bootsunglück in Barßel für den 26-jährigen überlebenden Schiffsführer unvermeidbar? Mit dieser Frage beschäftigt sich nach wie vor die Ermittlungsbehörde. Wie berichtet, waren in der Nacht zum Hafenfest-Samstag (27. August vergangenen Jahres) auf dem Nordloher-Barßeler Tief bei Tange zwei Sportboote zusammengestoßen. Der 27-jährige Schiffsführer des einen Bootes und eine Insassin dieses Bootes waren dabei ums Leben gekommen. Überlebt hatte der 26-jährige Schiffsführer des anderen Bootes und weitere Insassen seines Bootes.

Wer trägt Schuld an dem tragischen Geschehen? Für den Anwalt des 26-Jährigen ist die Frage bereits beantwortet. Der bei dem Unfall getötete Schiffsführer sei in der Vorfallsnacht ohne Licht gefahren, sagte der Anwalt am Freitag. Ihm lägen mehrere Zeugenaussagen vor, die das bestätigen würden. Sein Mandant (gegen den 26-Jährigen laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung) sei dagegen vorschriftsmäßig gefahren. Für ihn sei die folgenschwere Kollision unvermeidbar gewesen, so dass es auch keine Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den 26-Jährigen geben dürfe.

Unglück nach Hafenfest: Boote verfügten über PS-starke Motoren – Artikel vom 30. August 2016

Tödlicher Bootsunfall: Eine ganze Gemeinde steht unter Schock – Artikel vom 29. August 2016

Die Staatsanwaltschaft hatte bei ihren Ermittlungen einen Sachverständigen hinzugezogen. Sein Gutachten, das mittlerweile vorliegt, soll aber lückenhaft sein. Der Anwalt des 26-Jährigen hatte es mit einem umfangreichen Schriftsatz angegriffen. Das hat Wirkung gezeigt. Die Staatsanwaltschaft hat die Akten des Falles erneut an den Sachverständigen verschickt bezüglich einer ergänzenden Stellungnahme. Das bestätigte am Freitag ein Sprecher der Behörde. Es gehe um die Frage der Unvermeidbarkeit der Kollision für den Beschuldigten, so der Sprecher. Sollte es sich herausstellen, dass die Kollision für den 26-Jährigen unvermeidbar war, kann keine Anklage gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung erhoben werden.

Beide Bootsführer waren angetrunken – Artikel vom 23. September 2016

Alle Beteiligten an dem grauenvollen Geschehen sollen seinerzeit alkoholisiert gewesen sein, so auch der 26-Jährige. Deswegen hat er auf jeden Fall eine Strafe wegen einer Trunkenheitsfahrt zu erwarten.

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Hafenfest | Staatsanwaltschaft