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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Zwar brutal – aber war es doch Notwehr?

21.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-21T16:12:04Z 280 158

Hafenfestattacke In Barßel:
Zwar brutal – aber war es doch Notwehr?

Barßel/Cloppenburg Wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen muss sich seit Donnerstag ein 26 Jahre alter Mann aus Barßel vor dem Cloppenburger Amtsgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, während des Barßeler Hafenfestes im vergangenen Jahr zwei Festteilnehmer schwer verletzt zu haben. Laut Anklage soll der 26-Jährige im Zuge eines Streits die beiden Männer zunächst rassistisch beleidigt haben.

Dann habe er sich eine Kornflasche gegriffen und diese dem einen Mann gegen die linke Kopfseite geschlagen. Dabei war die Flasche zerbrochen. Der Mann war am Kopf und im Nacken verletzt worden. Damit nicht genug. Laut Anklage wurde auch der zweite Mann von dem Angeklagten angegriffen. Mit der kaputten Flasche soll er auf diesen eingeschlagen und eingestochen haben. Der Mann trug eine sechs Zentimeter lange Schnittverletzung am Arm und eine 25 Zentimeter lange Schnittverletzung am Unterbauch davon.

Anfangs war in dem Fall sogar wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt worden. Doch dafür gab es dann doch keine Anhaltspunkte. Und ob sich die jetzige Anklage (gefährliche Körperverletzung) hält, ist ebenso fraglich. Der 26-Jährige räumt den äußeren Sachverhalt ein, will aber in Notwehr gehandelt haben. Er sei von den beiden Männern angegriffen worden. Auf der Flucht habe er sich dann die Flasche gegriffen, um die Angreifer auf Distanz zu halten.

Bei einem Gerangel habe er den einen Mann mit der Flasche am Kopf getroffen. Als dann der zweite Mann angegriffen habe, habe er mit der kaputten Flasche herumgefuchtelt, um auch diesen Angreifer auf Distanz zu halten. Dabei müsse sich der Mann die Verletzungen am Arm und Bauch zugezogen haben, erklärte der Angeklagte.

Die Aufklärung des Falles gestaltet sich schwierig. Wer hat was gesehen, was hat sich genau abgespielt? – Diese Fragen müssen noch beantwortet werden. Es gibt durchaus Zeugen, die die Angaben des Angeklagten bestätigen. Das Verfahren wird fortgesetzt.

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