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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

„Hört nicht auf, Gutes zu tun“

27.10.2014

Scharrel Als einen freudigen Tag für die Kameraden der Feuerwehr Scharrel bezeichnete Ortsbrandmeister Stefan Vocks die Grundsteinlegung beim Wiederaufbau des am 5. Oktober vergangenen Jahres durch einen verheerenden Brand völlig zerstörten Feuerwehrhauses. Verbunden war der Sonnabend mit der Einsegnung vier neu beschaffter Feuerwehrfahrzeuge im Wert von über einen halben Million Euro.

Mitgefühl und Hilfe

Zu diesen besonderen Anlässen hieß der Ortsbrandmeister unter anderem Pfarrer Ludger Fischer von der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus und Pfarrerin Nicole Ochs-Schulz von der evangelischen Kirchengemeinde Sedelsberg, Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns, Gemeindebrandmeister Rolf Tebben, Ehrenbrandmeister Heinrich Meyer sowie Bürgermeister Hubert Fry willkommen.

Bei der Einsegnung der vier neuen Feuerwehrfahrzeuge – dem Mannschaftstransportfahrzeug, dem Gerätewagen-Logistik, dem Tanklöschfahrzeug und dem Wechselladerfahrzeug – erinnerte Pfarrerin Nicole Ochs-Schulz an das Feuer vor fast genau einem Jahr. Die Nachricht über den verheerenden Brand mit Verlust des gesamten Feuerwehrhauses und all den Fahrzeugen und Inventar habe bei den Menschen in der Region für große Erschütterung gesorgt. Viel Mitgefühl und auch viel Hilfe haben die Feuerwehrleute nach diesem Schock erfahren dürfen. Und so habe die Wehr nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern sich daran gemacht, die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. „Hören sie nicht auf, Gutes zu tun“, sagte die Pastorin zu den Feuerwehrleuten. Pfarrer Ludger Fischer vertraute die vier neuen Feuerwehrfahrzeuge Gottes Segen an, um Segen zu sein für Menschen in Not.

Als freudigen Tag bezeichnete Bürgermeister Hubert Frye die Grundsteinlegung und die Übergabe der Fahrzeuge. Bei der Grundsteinlegung erinnerten Frye und auch Ortsbrandmeister Vocks nochmals an die Schreckensnacht des 5. Oktober 2013, als die Feuerwehrkameraden hilflos mit ansehen mussten, wie „ihr Hab und Gut“ ein Raub der vernichtenden Flammen wurde, ohne selbst helfen zu können. Sie erinnerten aber auch daran, welche große Hilfsbereitschaft sie bei den Wehren und der Bevölkerung gefunden haben.

Nach 385 Tagen konnte man so für den Wiederaufbau den Grundstein legen. „Auch wenn es anfangs lange gedauert hat, ist seit dem Beginn des Wiederaufbaus Mitte August hier eine tolle Leistung geschaffen worden, “ lobte Frye. Wenn alles weiterhin so klappe, sollte die Feuerwehr zum Jahresende wieder in dieses Feuerwehrhaus einziehen können. Frye verhehlte aber auch nicht, dass die Gemeinde durch diesen verheerenden Brand gut 700 000 Euro aus dem Gemeindesäckel aufbringen müsse, was nicht über Versicherungen gedeckt sei.

In die Kupferrolle des Grundsteins, die fachmännisch von Edmund Hanekamp verschlossen wurde, sind neben Berichten über das Feuer in der Nordwest-Zeitung eine Grundsteinurkunde mit allen wichtigen Daten der Welt- und Gemeindegeschichte sowie den gültigen Münzen enthalten. Damit werden nachfolgende Generationen wissen, dass die Wehr 78 Mitglieder (davon 60 aktive) 20 First Responder, 18 Jugendfeuerwehrleute und einen Förderverein mit 125 Mitgliedern zählt.

Guter Zusammenhalt

Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns betonte in seinem Grußwort, dass nach dem Feuer der Zusammenhalt der Wehren im Kreisfeuerwehrverband phänomenal sei. Den Scharrelern beglückwünschte er zu dem gut voranschreitenden Baufortschritt. „Aus unserer Sicht hat es anfangs zu lange gedauert“, machte Ortsbrandmeister Stefan Vocks seinem Unmut über die anfänglichen Verzögerungen Luft. Nur dem guten Zusammenhalt der Kameradschaft sei es zu verdanken, dass die Wehr nicht aufgegeben habe. Vocks bedankte sich bei den Feuerwehrkameraden, die in den vergangenen Monaten immer wieder zurückstehen mussten. Und nachdem die Nachbarn dann zur Grundsteinlegung einen Kranz über der Fahrzeughalle angebracht hatten, wurde gemeinsam die Grundsteinlegung und die Einsegnung der Fahrzeuge bis in die späten Abendstunden gefeiert.

Frank Schwerter von der Öffentlichen Versicherung bezeichnete die Grundsteinlegung als einen besonderen Moment. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Thoben überreichte er für die neuen Fahrzeuge einen Scheck über 15 000 Euro. Auch der Bürgerverein Scharrel mit seinem Vorsitzenden Wilfried Pörschke war zur Grundsteinlegung gekommen, um einen Scheck an die Wehr zu überreichen. 1500 Euro spendet der Verein.

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