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Tödlicher Unfall – Abfahrt Fedderwardergroden gesperrt
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Aktualisiert vor 8 Minuten.

Autobahn 29
Tödlicher Unfall – Abfahrt Fedderwardergroden gesperrt

NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Jäger schießt Katze an und schleudert sie in Maisfeld

20.05.2017

Höltinghausen Weil er auf eine Katze, die friedlich vor dem Haus ihrer Besitzerfamilie saß, geschossen und das schwer verletzte Tier im hohen Bogen in ein Maisfeld geschleudert hat, hat das Oldenburger Landgericht am Freitag einen Jäger (56) aus Höltinghausen zu einer Geldstrafe von 3500 Euro (50 Tagessätze zu je 70 Euro) verurteilt. Damit reduzierte die Berufungskammer ein früheres Urteil des Cloppenburger Amtsgerichtes. Das hatte den Angeklagten zu einer Strafe von 4900 Euro (70 Tagessätze zu je 70 Euro) verurteilt.

Am frühen Tatmorgen hatte der Angeklagte auf die Katze, die friedlich auf einer Berme gegenüber der Hofeinfahrt ihrer Besitzerfamilie saß, geschossen. Dann ergriff er das schwer verletzte Tier und schleuderte es in das Maisfeld. Der Besitzer der Katze hatte das gesehen. Er ermahnte den Angeklagten. Das Tier würde doch noch leben. Der Angeklagte soll geantwortet haben, dass sich das mit dem Leben gleich erledigt habe. Die Katze gehörte den Kindern der Besitzerfamilie. Die Trauer und Empörung waren groß. Die Katze wurde schnell aus dem Maisfeld geholt und zum Tierarzt gebracht. Sie hatte 50 Schrotkugeln im Kopf gehabt und musste dann eingeschläfert werden.

In den Prozessen ging es dem Angeklagten um seinen Jagdschein. Der Verteidiger führte aus, dass, wenn es beim ersten Urteil bleiben würde, der Jagdschein für fünf Jahre entzogen werden würde. Man wolle eine Strafe unter 60 Tagessätzen erreichen. Dann würde der Jagdschein wohl nur für ein bis zwei Jahren entzogen. Der Anwalt verwies auf die zahlreichen Ehrenämter des Angeklagten und auf sein unbescholtenes Leben. Bezüglich der Tat hatte der Angeklagte erklärt, dass die Katze öfters mal gewildert habe. „Die Katze saß friedlich auf der Berme“, konterte gestern die Anklagevertreterin. Immer gehe es nur um den Jagdschein. „Die Katze ist tot und bleibt auch tot“, rückte die Oberstaatsanwältin das eigentliche wieder in den Vordergrund. Sie kreidete dem Angeklagten besonders an, dass er das schwer verletzte Tier einfach in das Maisfeld geschleudert hatte, wo es habe „verrecken“ sollen.

Die Anklagevertreterin bescheinigte dem Angeklagten eine schlechte Gesinnung. Er sei seiner Verantwortung als Jäger im allergrößten Maße nicht gerecht geworden. Eine Reduzierung der Strafe komme nicht infrage. Das Gericht sah das etwas anders. Es ging von einer Ausnahmesituation aus und verwies auf das seriöse Leben des Angeklagten. Deswegen wurde die Strafe reduziert, was sich nun wohl positiv auf den Jagdschein auswirkt. Die Staatsanwaltschaft hat Revision gegen das Urteil angekündigt. Unterdessen hat der Angeklagte an die Besitzerfamilie der Katze 1300 Euro Schadenersatz gezahlt.

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