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Kinderschutz Im Landkreis Cloppenburg: Meldungen von Kindeswohlgefährdung steigen

10.09.2020

Landkreis Cloppenburg Von knapp über 150 im Jahr 2016 bis auf knapp 400 im Jahr 2019 sind die Meldungen von Kindeswohlgefährdungen im Landkreis Cloppenburg gestiegen. Das geht aus dem Bericht von Hildegard Wübben-Siefer vom Allgemeinen Sozialdienst des Landkreises Cloppenburg hervor. Sie stellte den Mitgliedern des Kreis-Jugendhilfeausschusses am Dienstagabend den Kinderschutz im Landkreis vor.

Deutlich wurde in dem Bericht auch, dass 2019 329 Frauen Opfer häuslicher Gewalt im Landkreis geworden waren. 599 Kinder wurden in diesem Zusammenhang Zeugen oder Opfer häuslicher Gewalt. Die Frauenberatung bei Bedrohung und Gewalt hat für das Jahr 2019 464 Schläger identifiziert – davon 61 gewalttätige Frauen.

Wer meldet Gefährdung?

Im Bericht wurde aufgezeigt, über welche Institutionen die Gefährdung des Kindeswohls weitergegeben wird. Bei insgesamt 195 Fällen seien in 21 Prozent (41 Mal) Nachbarn oder Bekannte aktiv geworden. 31 Mal meldeten die Kindeswohlgefährdung Polizei/Gericht oder die Staatsanwaltschaft, 27 Mal ging eine anonyme Meldung ein. In 26 Fällen schaltete sich die Schule ein, in zwölf Prozent (24 Mal) meldeten sich die Eltern, ein Elternteil oder ein Sorgeberechtigter. Eher untergeordnete Rollen spielen nach dieser Statistik beispielsweise Hebammen/Ärzte (neun Meldungen), Verwandte (sieben) oder Beratungsstellen (fünf).

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In dem Vortrag wurde deutlich, welche Hilfsformen und Angebote bereits bestehen. Außerdem wurde klar, dass beispielsweise auch Schulen oder kirchliche Vereinigungen für den Kinderschutz sensibilisiert werden. Für Akteure und Institutionen außerhalb der Jugendhilfe übernehmen die Fachkräfte der Erziehungsberatungsstelle die Beratung.

„Der Landkreis Cloppenburg versucht, vom Säuglingsalter bis zu den jungen Heranwachsenden ein schützendes Netz zu spannen und dies stetig zu entwickeln“, ist eine abschließende Einschätzung. Der Kinderschutz fuße auf einer Kultur des Hinsehens, des Hinhörens und des Wahrnehmens.

Projekt schaffen

Das Thema Kinderschutz war aufgekommen, weil die Gruppe Grüne/UWG im Kreis die „Schaffung eines niederschwelligen Zugangs zu einem einzurichtenden Kinderschutzbüro über ein Kinderschutzprojekt“ gefordert hatte. Als Beispiele wurden in dem Grüne/UWG-Antrag die Projekte „Eule“ aus Lohne oder „Notinsel“ im Kreis Vechta benannt.

Laut Auskunft des Landkreises Vechta und der Stadtverwaltung Lohne hätte bislang kein Kind die Anlaufpunkte aufgesucht und so selbst Schutz gesucht. Das Jugendamt des Landkreises Vechta kommt laut Vorlage des Landkreises Cloppenburg zu folgender Einschätzung: Kinder offenbaren sich und ihren grundsätzlichen Schutzbedarf an ihnen bekannten und vertrauten Orten und gegenüber Personen des Vertrauens. Diese finden Kinder in ihrem familiären, nachbarschaftlichen und institutionellen (Kindergarten, Schule, Verein) Umfeld. Der Antrag der UWG/Grüne auf Schaffung eines Kinderschutzprojektes wurde deswegen dem Kreistag zur Ablehnung empfohlen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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