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Stadtgespräch: Langeweile sorgt für mehr Straftaten

07.03.2013

Cloppenburg „Wie soll künftig die Präventionsarbeit in Cloppenburg gestaltet werden?“ Eine Frage, der am Dienstagabend beim 10. Cloppenburger Stadtgespräch nachgegangen worden ist.

In seiner Begrüßung schilderte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese kurz die Entwicklung des im Jahr 1998 gegründeten Präventionsrates bis zum heutigen Tage. Dabei betonte er, wie sehr die Stadt von dem Engagement profitiere. „Die Arbeit ist auch ein Wirtschaftsfaktor und nicht nur Sozialarbeit“, erklärte er.

Weniger Kriminalität

Dann begann die Debatte, an der Walter Sieveke, Vertreter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Bürgermeister Wiese, Gabriele Droste-Kühling, Präventionsbeauftragte der BBS Cloppenburg, sowie der Geschäftsführer des Landespräventionsrates, Erich Marks, teilnahmen. Schnell wurde in den Gesprächen deutlich, dass Cloppenburg eine geringe Jugendkriminalität hat. Viele Straftaten wie Vandalismus resultierten oft aus fehlenden Erfolgserlebnisse oder Langeweile, so die einhellige Meinung. Auch habe sich die Drogenszene verändert, waren sich die Beteiligten einig. „Wir haben nicht mehr so viele Hartdrogen-Abhängige“, führte Sieveke aus. Auch sei nicht festzustellen, dass von Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien vermehrt Straftaten begangen werden. Diese Aussage bestätigte auch eine anwesende Richterin.

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Mehr Treffpunkte

Als weiteres Thema kristallisierte sich heraus, dass Cloppenburger Jugendliche den Wunsch nach mehr offenen Treffpunkten haben. Bürgermeister Wiese erklärte seine Bereitschaft dazu, machte aber auch deutlich, dass ohne eine Aufsicht der Bereiche keine Realisierung in Cloppenburg möglich sei.

Früh beginnen

Die rund 30 Zuhören im Rathaussaal waren sich einige, dass Prävention schon früh anfangen muss. Nur so führe sie wirklich zum Erfolg. Gleichzeitig war sich die Mehrheit einig, dass sich die Arbeit des Präventionsrats verändert hat. Lag der Schwerpunkt zu Beginn vor allem auf der Integration von Aussiedlern, sind es heute ganz andere Bereiche. Einig zeigten sich die Gäste, dass auch oft viele kleine Schritte hilfreich sind.

„Geld hilft – kann aber nicht die Lösung sein“, lautete Wieses abschließendes Fazit. Marks sprach von idealen Voraussetzungen in Cloppenburg. „Mit solch einer intakten Sozialstruktur, besonders mit den vielen Vereinen, sind hervorragende Bedingungen vorhanden.“

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