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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Der Richterin fehlen die Worte

31.05.2018

Lastrup /Wilhelmshaven /Oldenburg Wegen Besitzes von Drogen in größeren Mengen und Beihilfe zum Handeltreiben mit Rauschgift ist ein 35 Jahre alter Mann aus Lastrup zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts in Wilhelmshaven ist am Mittwoch vor dem Oldenburger Landgericht rechtskräftig geworden.

Der Angeklagte konsumiert seit Jahren Drogen. Als Arbeitsloser konnte er das aber nicht finanzieren. Und so kam der 35-Jährige der Anfrage von Großdealern nach, für sie gegen Bezahlung Rauschgift zu bunkern. Im April 2017 hatte die Polizei in der Wohnung des Lastrupers größere Mengen Rauschgift entdeckt. Der Angeklagte war gewarnt und schwor Besserung. Doch seine finanzielle Lage wollte sich nicht verbessern. Um weiter Drogen konsumieren zu können, musste er weiter Rauschgift für andere bunkern. Doch nun sollte die Sache besser laufen.

Der Angeklagte hatte eine Freundin, die in Wilhelmshaven wohnt. In der Wohnung der Frau sollte das Rauschgift sicher versteckt werden. Der 35-Jährige hatte sich etwas einfallen lassen. Er legte in der Wohnung der Frau die Drogen in die Trommel einer Waschmaschine. Als die Polizei im September 2017 den Angeklagten erneut unter die Lupe nahm und auch die Wohnung seiner Freundin durchsuchte, wurden in der Trommel größere Mengen Drogen, darunter Kokain, Ecstasy-Tabletten und Marihuana, entdeckt.

Gegen das Urteil des Amtsgerichts hatte der Lastruper Berufung eingelegt. Der Anwalt des Angeklagten schlug vor, das Ganze als einen minder schweren Fall des Drogenbesitzes einzustufen und das erste Urteil stark abzuschwächen. „Mir fehlen die Worte“, sagte die Vorsitzende Richterin, worauf der Angeklagte seine Berufung zurückzog.

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