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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Heftiger Streit um eine Frau endet mit dem Tod

11.09.2018

Lindern /Werlte /Osnabrück Wegen Körperverletzung mit Todesfolge muss sich ein 34 Jahre alter Mann aus Lindern vor der Schwurgerichtskammer des Osnabrücker Landgerichtes verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, durch einen Tritt ins Gesicht den Tod eines 31-jährigen Mannes aus Lindern verursacht zu haben. Bei dem vorangegangenen Streit unter den beiden Männern ging es um eine Frau. Der Angeklagte hatte mit ihr eine kurze außereheliche Beziehung unterhalten, die Beziehung dann aber wieder beendet.

Anschließend war die Frau mit dem späteren Opfer zusammen gewesen. Der 31-Jährige wollte diese Beziehung intensivieren, das aber wollte die Frau nicht. Das spätere Opfer suchte nach den Gründen für diese Zurückhaltung und war auf die irrige Idee gekommen, die Frau habe die Beziehung zu dem Angeklagten gar nicht richtig beendet. Er drohte nun damit, der Ehefrau des Angeklagten von der außerehelichen Beziehung zu erzählen.

Der Angeklagte hatte zunächst vergebens versucht, mit dem 31-Jährigen zu sprechen. Er wollte ihm erklären, dass er keine Beziehung mehr zu der Frau unterhalte. Doch zu einem Treffen kam es vorerst nicht. Am 27. September 2017 hatten sich die beiden Männer dann auf der Kirmes in Werlte getroffen. Es kam zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf der Angeklagte von dem späteren Opfer mit einem Bierkrug geschlagen wurde. Zunächst war die Angelegenheit bereinigt, doch dann suchte der Angeklagte den 31-Jährigen erneut auf.

Während eines erneuten Streits soll der Angeklagte den 31-Jährigen zu Boden geschlagen und ihm einen Fußtritt gegen den Kopf versetzt haben. Das Opfer verlor das Bewusstsein und starb wenige Tage später. Fest steht, dass der 31-Jährige seit längerer Zeit an einer Schwellung einer Schlagader im Gehirn litt. Diese Verdickung war gerissen, der 31-Jährige verstarb an der anschließenden Blutung. Für die Staatsanwaltschaft besteht zwischen Tritt und Tod ein Zusammenhang. Die Gewalteinwirkung habe das Reißen verursacht.

Die Verteidigung sieht das anders. Zwischen Tritt und Tod bestehe kein Zusammenhang. In 95 Prozent aller Fälle würden solche Verdickungen im Gehirn ohne Gewalteinwirkung reißen. Das Verfahren wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

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Schwurgerichtskammer | Staatsanwaltschaft

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