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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Vergewaltigungsprozess Vor Gericht: Verteidiger des Löningers legt Revision ein

01.10.2019

Löningen /Oldenburg Wird der Löninger Vergewaltigungsprozess neu aufgerollt? Die Verteidigung zumindest hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Das bestätigte der Anwalt am Montag. Wie berichtet, war in der vergangenen Woche ein 66-Jähriger aus Löningen wegen Vergewaltigung seiner zur Tatzeit zwölfjährigen Stieftochter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Freispruch plädiert.

Die 4. Große Strafkammer des Oldenburger Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Michael Herrmann war aber davon überzeugt gewesen, dass der Angeklagte seine Stieftochter vergewaltigt hat. Der 66-Jährige hatte das bestritten. Die angeklagte Tat datiert aus dem Jahr 1993. Ein aussagepsychologisches Gutachten, das über die heute erwachsene Stieftochter erstellt worden war, bescheinigt der Frau absolute Glaubwürdigkeit. Das Gericht sah das genauso.

Es sei aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit die Richtigkeit der Angaben der Frau festzustellen gewesen, sagte am Montag der Verteidiger. Der Anwalt bezweifelt unter anderem die Angaben der Frau, wonach ihre Mutter während der Vergewaltigung anwesend gewesen sei. Nach Aussage der Zeugin soll ihre Mutter sie sogar aufgefordert haben, die Vergewaltigung geschehen zu lassen. Das Gericht hat das auch so festgestellt. Die Mutter ist vor einigen Jahren verstorben.

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Wie nun der Bundesgerichtshof das Urteil bewertet, bleibt abzuwarten. Die angeklagte Tat liegt 26 Jahre zurück. Eine Verjährung der Tat ist jedenfalls nicht gegeben. Heute beträgt die Verjährungsfrist für eine Vergewaltigung in der Kindheit 20 Jahre. Die Frist beginnt aber erst zu laufen, wenn betroffene Personen ihr 30. Lebensjahr vollendet haben. Opfer haben demnach bis zu ihrem 50. Lebensjahr die Möglichkeit, ihre Peiniger anzuzeigen. Zurzeit gibt es Bestrebungen, die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch ganz abzuschaffen.

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