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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Revision Verworfen: Bundesgerichtshof bestätigt Vergewaltigungs-Urteil

20.05.2020

Löningen Rechtskräftig geworden ist das Urteil gegen einen 66 Jahre alten Mann aus Löningen, den das Oldenburger Landgericht im September 2019 wegen Vergewaltigung seiner zwölfjährigen Stieftochter zu drei Jahren Gefängnis verurteilt hatte. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätigte das Landgericht am Dienstag.

Das Urteil des Landgerichtes Oldenburg hatte für Aufsehen gesorgt. Nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Staatsanwaltschaft hatte am Schluss der umfangreichen Beweisaufnahme auf Freispruch plädiert. Die 4. Große Strafkammer des Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Michael Herrmann ließ sich aber nicht beirren. Sie war von der Schuld des Angeklagten überzeugt gewesen. Der Bundesgerichtshof sah das jetzt genauso.

Ursprünglich war der 66-Jährige angeklagt, seine beiden Stieftöchter vergewaltigt zu haben. Die Taten datierten aus 1993. Der Angeklagte indes hatte das bestritten. Er will mit seinen Stieftöchtern eine einvernehmliche sexuelle Beziehung unterhalten haben und zwar als diese bereits erwachsen waren. Das Gericht glaubte das aber nicht.

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In dem Verfahren hatte nur eine der beiden Töchter ausgesagt und den Angeklagten schwer belastet. Die Herrmann-Kammer schenkte ihr absoluten Glauben.

Auch nach einem aussagepsychologischen Gutachten waren die Angaben der heute erwachsenen Frau absolut glaubhaft. Die Vernehmung der Zeugin hatte sich über zwei Verhandlungstage erstreckt. Anschließend erlitt die Zeugin einen Nervenzusammenbruch.

Die Frau hat ein Martyrium hinter sich. Nicht nur, dass sie als Zwölfjährige von ihrem Stiefvater vergewaltigt worden war. Den Feststellungen zufolge soll die Mutter des Mädchens bei der Vergewaltigung anwesend gewesen sein und nichts dagegen unternommen haben.

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