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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Mordprozess: Von Vorwürfen bleibt nur wenig

25.04.2019

Molbergen Im „Molberger Mordprozess“ vor der Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichts bröckelt die Anklage weiter. Hatte die bisherige Beweisaufnahme den ursprünglichen Tatvorwurf des versuchten Mordes nicht stützen können, ist jetzt wohl auch der Vorwurf der besonders schweren Brandstiftung vom Tisch. Für eine vorsätzliche Brandstiftung fehlten einem Sachverständigen die Anhaltspunkte.

Laut Staatsanwaltschaft soll der 41-jährige Angeklagte am 2. September 2018 ein Sofa in einem Holzschuppen, der direkt neben der Wohnung seiner Ex-Frau stand, angezündet haben. Dann soll er in der Wohnung seiner Ex-Frau die Kehle zugedrückt haben, um sie an der Flucht zu hindern. Ziel soll gewesen sein, gemeinsam mit seiner Ex-Frau zu verbrennen. Doch dieser Sachverhalt hat sich bisher nicht bestätigt.

Der Angeklagte hatte zur Tatzeit einen Blutalkoholwert von rund vier Promille gehabt. Deswegen ist gar nicht klar, was er am Tattag überhaupt wollte. Zwischen den Eheleuten hatte es häufig Streit gegeben.

Auch die Brandstiftung bereitet Sorgen. Laut Anklage soll der 41-Jährige brennende Zigaretten zwischen Sofakissen gedrückt haben, so dass das Sofa schließlich Feuer fing. Dem Brandsachverständigen fehlten aber schon Hinweise auf die Beschaffenheit des Sofas.

Vom Sofa selbst sind nur Stahlfedern übrig geblieben. Bilder vom nicht zerstörten Sofa gibt es nicht. Der Gutachter wusste somit nicht, aus welchem Material das Sofa bestand: Leder oder Stoffbezüge. Stoffbezüge wären leichter zu entzünden gewesen.

Der Angeklagte hatte am Tattag große Mengen Wodka getrunken. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass im Holzschuppen beziehungsweise auf dem Sofa aus Versehen Wodka verschüttet worden sein könnte. Das hätte den Brand dann beschleunigt. In der Diskussion über die Brandentstehung hatte die Ex-Frau des Angeklagten ihren Wäschetrockner ins Spiel gebracht. Einen technischen Defekt konnte der Sachverständige aber ausschließen.

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