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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

22 500 Notfall-Einsätze im Kreis pro Jahr

19.11.2019

Molbergen Die Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reicht bis ins Jahr 1859 zurück. Während der Schlacht von Solferino wurde Henry Dunant das große Leid durch den Krieg bewusst. Sein Buch „Eine Erinnerung an Solferiono“ und sein Wirken führten 1864 zur Gründung des Internationalen Roten Kreuzes und zur Genfer Konvention zum Schutz verwundeter Soldaten.

„Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet weltweit nach den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Unparteilichkeit, der Neutralität, der Unabhängigkeit, der Freiwilligkeit, der Einheit und der Universalität“, sagte der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Cloppenburg, Antonius Lamping, beim monatlichen Treffen der Molberger Senioren im Pfarrheim Molbergen. Rund 70 Senioren waren dazu erschienen.

Im Kreis Cloppenburg entwickelte sich das DRK erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier war es vor allem die aus Molbergen stammende Ida Werrelmann, die die Ideen voranbrachte. Inzwischen arbeiten in den 14 Bereitschaften beziehungsweise Ortsverbänden rund 850 ehrenamtliche Helfer. Sie leisten unter anderem den Sanitätsdienst bei großen Veranstaltungen, wie dem Hasetal-Marathon oder dem Früh-Tanz in Tange.

Die Mitarbeiter stellen zudem First-Responder-Teams. Allein im vergangenen Jahr wurden von diesen 650 Einsätze geleistet. Des Weiteren verfügt der Landkreis Cloppenburg über zwei Katastrophenschutz-Einheiten. Hier ist Molbergen gemeinsam mit Bösel für die Verpflegung zuständig. Neben den First-Responder-Teams sind weitere drei Schnelle Einsatzgruppen (SEG) aufgestellt. Dieser erweiterte Rettungsdienst ist in der Lage, Verletzte bereits vor Ort zu versorgen.

„Eine wesentliche Aufgabe des DRK ist der Blutspendedienst. Hier besorgt das Deutsche Rote Kreuz rund 70 Prozent aller in Deutschland benötigten Blutspenden“, informierte Lamping. Neben den Bereitschaften unterhält das DRK Kreisverband Cloppenburg eine Wasserwacht, betreibt den Schulsanitätsdienst und bildet Jugendliche in den Jugendrotkreuzgruppen aus.

„In 95 Prozent aller Fälle müssen unsere Notfallsanitäter in 15 Minuten am Einsatzort sein. Unsere etwa 140 hauptamtlichen Rettungssanitäter in den vier Rettungswachen Barßel, Friesoythe, Löningen und Cloppenburg haben rund 22 500 Einsätze pro Jahr. Die Kosten betragen etwa neun Millionen Euro“, sagte Lamping, der eine Verdoppelung der Einsatzzahlen in den letzten zehn Jahren festgestellt hat. Das liege vor allem an den älter werdenden Menschen und dem veränderten Hausarztangebot.

Zu weiteren Arbeitsfeldern des DRK gehört die Schuldnerberatung, die Integrationsberatung sowie die Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen. Das DRK Cloppenburg bietet Hausnotrufe an, versorgt Menschen mit „Essen auf Rädern“, betreibt einen Fahrdienst für behinderte und pflegebedürftige Menschen, bietet hauswirtschaftliche Hilfen, Mutter-Kind-Kuren, beschäftigt Inklusionshelfer und engagiert sich in der Flüchtlingssozialarbeit.

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