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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Geldautomat in Neuenkirchen-Vörden gesprengt

01.01.2018

Neuenkirchen-Vörden Am Silvestermorgen haben drei Unbekannte in Neuenkirchen-Vörden einen Automaten im Vorraum der Sparkasse gesprengt – machten aber keine Beute. Das Behältnis mit dem Geld sei nicht aufgegangen, sagte ein Sprecher der Polizei in Vechta. Die Täter hatten ein Gas-Gemisch in dem Automaten explodieren lassen. Der ohrenbetäubende Knall schreckte Anwohner auf. Diese sahen, wie die drei Täter die Bank verließen und mit einem Wagen Richtung Autobahn davonfuhren.

Ein ähnliches Vorgehen beobachten die Ermittler schon länger. Oft entsteht dabei gewaltiger Schaden. Geldautomatensprenger schlugen in diesem Jahr mindestens 23 Mal in Niedersachsen zu. Nur in 11 Fällen wurde dabei auch Geld erbeutet. Genauso häufig blieb es bei einem Versuch, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. 2016 gab es 34 Sprengungen. Dabei waren die Täter 14 Mal erfolgreich.

Die Täter stammen nach LKA-Erkenntnissen überwiegend aus den Niederlanden, ein hoher Anteil von ihnen soll nordafrikanische Wurzeln haben. Dazu kommen laut LKA noch eine Gruppe aus Polen und eine weitere, bei der es sich um Nachahmungstäter handelt. Die Behörde hatte Ende 2015 eine Sonderkommission eingerichtet, nachdem sich die Fälle gehäuft hatten.

Anfang November hatte ein 38-Jähriger im Landgericht Lüneburg die Sprengung von Geldautomaten in Niedersachsen und Hamburg gestanden. Bei seinen Taten waren allein mehr als 142 000 Euro verbrannt. Die Kammer hatte dem Mann eine Haftstrafe von höchstens sieben Jahren und neun Monaten zugesichert, falls er ein umfassendes Geständnis ablegen sollte.

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