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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Orkan forderte drei Tote im Kreis

03.11.2012

Kreis Cloppenburg Mit rund 200 Stundenkilometern fegte am 13. November 1972 der Orkan „Quimburga“ über den Landkreis Cloppenburg. Häuser stürzten ein und begruben Menschen unter sich. Bäume wurden entwurzelt und zertrümmerten Autos, ganze Waldstücke wurden zerstört. Bäume blockierten die Straßen im Landkreis, Rettungskräfte und Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Die Schäden gingen damals in die Millionen. In den Kreisen Cloppenburg und Vechta wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

Bereits am 9 Uhr am Morgen waren die wichtigen Bundesstraßen 68, 72 und 213 blockiert, berichtete damals der NWZ -Redakteur Werner Wonneberger. Bergepanzer der Bundeswehr kamen zum Einsatz, um die Straßen wieder zu räumen. Schwer getroffen wurde damals vor allem das Waldstück Bührener Tannen bis nach Varrelbusch.

Der Sturm forderten im Kreis Cloppenburg Todesopfer. In Lastrup-Schnelten riss der Sturm das Dach eines großen Viehstalls aus der Verankerung, Landwirt Josef Schulte, der im Stall beschäftigt war, wurde von den herabstürzenden Balken erschlagen. Rund 100 Milchkühe und Rinder wurden ebenfalls unter dem einstürzenden Dach begraben.

In der Stadt Cloppenburg brachte eine Sturmböe gegen 8.30 Uhr Mauern und das Flachdach einer massiven Tischlerwerkstatt der Fleischwarenfabrik Pieper zum Einsturz. In den Trümmern wurde der Tischler Wilhelm Thöle aus Lindern getötet.

Die Zugverbindung von Essen nach Oldenburg war unterbrochen, weil die Lichtversorgung ausgefallen war. Eine riesige Schaufensterscheibe im Textilhaus Werrelmann zersplitterte, vom „Ceka“-Gebäude stürzte ein Leuchttransparent auf die Straße. Der Unterricht in den Schulen mussten abgesagt werden. Die Polizei schätzte den Schaden vorsichtig auf rund eine Million D-Mark.

  Anlässlich des 40. Jahrestages ruft die NWZ  Leser auf, ihre Erfahrungen zu schildern. Wie erlebten Sie den 13. November 1972? Welche Schäden hatten sie zu beklagen? Die NWZ  sucht Zeitzeugen, die sich an den Sturm erinnern, und Fotos. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an: NWZ -Redaktion Cloppenburg, Mühlenstraße 10, 49661 Cloppenburg, Telefon   04471/9988-2804, oder per E-Mail an red.cloppenburg@nordwest-zeitung.de


Mehr Berichte:   www.nwzonline.de/sturm-katastrophe 
Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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Bundeswehr | Polizei Cloppenburg

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