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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Sammler setzen auf Mildtätigkeit

02.07.2014

Nordkreis Massiv sind derzeit Personen im Nordkreis des Landkreises Cloppenburg unterwegs, die von Haus zu Haus gehen und um Geld betteln. Die Frauen und Männer zeigen häufig ein einlaminiertes Bild und ein einlaminiertes Schreiben vor – und setzen dabei vor allem auf die Mildtätigkeit der Menschen. Geschildert wird etwa, dass ein Kind schwer erkrankt sei und Geld für eine Operation benötigt werde. In einem anderen Fall wurde auch ein abgebranntes Haus gezeigt, alle Habseligkeiten seien mit verbrannt. Zumindest fraglich ist, was an diesen Geschichten tatsächlich dran ist.

Rege Diskussion

In sozialen Netzwerken wird jedenfalls derzeit rege diskutiert. Die „Spendensammler“, die vermutlich zumeist aus dem rumänischen, bulgarischen, möglicherweise auch polnischen Raum kommen, sollen vor einigen Tagen vor verschiedenen Supermärkten in Friesoythe tätig geworden sein. Einige von ihnen sollen nach Einträgen im Internet für ein Behindertenkonzept um Spenden bitten.

Auch bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta in Cloppenburg sind bereits einige Hinweise dazu eingegangen. Polizei-Pressesprecherin Ulrike Lünsmann rät zur Vorsicht. Grundsätzlich vorgehen kann die Polizei gegen diese Art der „Bettelaktionen“ nicht, solange kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Nach Aufhebung des Sammlungsgesetzes vor einigen Jahren müssen Sammlungen bei den Kommunen nicht mehr angezeigt werden.

Polizei informieren

Wenn die Männer oder Frauen aber zudringlich werden, sollte die Polizei informiert werden. „Dann sind wir schnell im Bereich der Nötigung“, so Polizeisprecherin Lünsmann. Auch wer sich unsicher fühle, könne sich gerne an die Polizei wenden, so Lünsmann. Dann könnten sich die Beamten selber ein Bild von den Personen machen.

In sozialen Netzwerken wird auch darüber berichtet, dass sich einige der Personen als taubstumm ausgeben. Mit ähnlichen Maschen waren Trickdiebe vor einiger Zeit in Bereich Kreis Ammerland und Stadt Oldenburg unterwegs. Bei einer Spende umarmten oder küssten die Sammler die Spender sogar, um dabei Geldscheine aus dem Portemonnaie zu ziehen oder gleich die ganze Gelbörse zu stehlen, berichtete seinerzeit die dortige Polizeiinspektion. Die Polizei riet dazu, unbedingt körperlichen Abstand zu halten.

Zu solchen Fällen ist es im Landkreis Cloppenburg in jüngster Zeit aber nicht gekommen,