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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Frau bestialisch umgebracht – Urteil verschoben

08.08.2018

Saterland /Oldenburg Das Urteil im Saterländer Mordprozess ist um eine Woche verschoben worden. Es soll nun am 14. August verkündet werden. Angeklagt ist wegen Mordes in dem nichtöffentlichen Verfahren vor der Oldenburger Schwurgerichtskammer ein 34 Jahre alter Mann aus dem Saterland. Er soll am 4. Januar dieses Jahres seine zwei Jahre jüngere Lebensgefährtin zu Tode vergewaltigt und grausam verstümmelt haben.

Lesen Sie auch: Frau zu Tode vergewaltigt – Saterländer angeklagt

Am Dienstag musste zu den schweren Verletzungen die Gerichtsmedizinerin ergänzend gehört werden. Im Anschluss daran hatte der psychiatrische Sachverständige das Wort. Seinem Gutachten kommt erhebliche Bedeutung zu. Es geht um die Frage, inwieweit der Angeklagte schuldfähig ist. Zur Tatzeit soll er unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Wie betrunken er tatsächlich war, lässt sich nur noch spekulieren. Die Tötung der Frau geschah am späteren Nachmittag des Tattages. Die genaue Uhrzeit steht fest, weil der Angeklagte von der verstümmelten Leiche einen Videofilm angefertigt hatte. Erst am anderen Morgen war die Leiche entdeckt worden. Auch erst dann konnte von dem Angeklagten eine Blutprobe genommen werden. Wie betrunken er aber zur Tatzeit war, darüber sagt die Blutprobe vom anderen Morgen erst einmal nichts aus. So könnte Alkohol als Milderungsgrund für den alkoholgewöhnten Mann wegfallen. Nur: Kann ein „gesunder“ Mensch eine derart grausame Tat begehen?

Es gibt einen Vergleichsfall. In Bremen hat vor drei Jahren ein Schlachter seine Nachbarin auf die gleiche grausame Weise getötet wie der Angeklagte aus dem Saterland – auch unter Alkoholeinfluss. Er war dann für voll schuldfähig eingestuft und wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Die Besonderheit aber bei dem Angeklagten aus dem Saterland: Er befindet sich seit Entdeckung der Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus. Das legt den Verdacht nahe, dass er unter einer psychischen Erkrankung leiden könnte. Sollte diese mögliche Erkrankung die Tat bedingt haben, müssten die Mordmerkmale in einem anderen Licht gesehen werden. Dann würde es „nur“ noch um den Vorwurf des Totschlags gehen.

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