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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Steiniger Monsterfund bereitet massive Probleme

18.03.2016

Kroge Ein 30,2 Tonnen schwerer Findling ist am Donnerstag von einem Acker in Lohne (Ortsteil Kroge) im Landkreis Vechta geborgen worden. Der Riesen-Stein wurde am Nachmittag zur Grundschule Kroge gebracht, wo er am Rande des Schulhofes als Naturdenkmal platziert wurde.

Mithilfe eines Spezialkrans war der Granit-Findling von einem Tieflader an seinen neuen Bestimmungsort gehoben worden. Zuvor hatte ein 65-Tonnen-Bagger den Stein über eine Sandrampe aus dem Ackerloch am Hesterdamm gerollt. Den Findling per Bagger zu heben war nicht möglich, da die Baumaschine „nur“ für eine Hebelast von 20 Tonnen ausgerichtet ist. Über ausgelegte Stahlplatten war der „Koloss“ anschließend mit der Baggerschaufel zum Tieflader befördert worden, der den Findling dann bis zur Grundschule transportierte.

Rund drei Stunden dauerte die komplizierte Bergungs- und Versetzungsmaßnahme am Nachmittag. Am Donnerstagmorgen war dagegen ein erster Bergungsversuch zunächst gescheitert. Ein Kranführer brach die Arbeiten nach einer Stunde ab, weil er bei einer Belastung von rund 25 Tonnen um die Standfestigkeit seines Fahrzeugs fürchtete. Verantwortlich war neben dem zu diesem Zeitpunkt noch unklaren Gewicht des Findlings vor allem der ungünstige Winkel, in dem der Riesen-Stein unter dem Acker lag.

Der Findling ist nach Einschätzung des Geologen Dr. Heinz-Gerd Röhling vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover bis zu einer Milliarde Jahre alt. Er könnte vor rund 150.000 bis 200.000 Jahren durch die Eiszeit aus Skandinavien in den Landkreis Vechta gelangt sein, vermutet Röhling. Der tonnenschwere Findling zähle zu den 30 größten seiner Art in Niedersachsen.

Vor rund sechs Monaten hatte ein Landwirt den Riesen-Stein bei Pflugarbeiten entdeckt. Daraufhin waren die Stadt Lohne und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover aktiv geworden und hatten die entsprechenden Untersuchungen und Bergungsmaßnahmen in die Wege geleitet.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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