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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

VERBRECHEN: Tote Frau zur Polizei gebracht

11.10.2006

BARßELERMOOR Der Tat war ein Streit vorausgegangen, den das Paar zunächst in der Küche, später im Garten austrug. Als die Polizei eintraf, war es schon zu spät.

Von Hans Passmann

und Kristian klooß BARßELERMOOR - Entsetzt, bestürzt und wie gelähmt reagieren die Nachbarn des Hauses Westmarkstraße 23 c, auf den gewaltsamen Tod ihrer Nachbarin, der 48-jährigen Evgenija B., die in der Nacht von Montag auf Dienstag von ihrem Lebensgefährten, dem 45-jährigen Viktor J. erstochen wurde.

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„Das ist unvorstellbar, in unserem kleinen beschaulichen Dorf Barßelermoor eine solche Tat. Unglaublich“, schüttelt Renate R. den Kopf, nachdem sich der erste Schock über Verbrechen langsam gelegt hat. Wie ein Lauffeuer hat sich das Gerücht über die Tat in Barßelermoor am frühen Morgen verbreitet. Auch durch das große Polizeiaufgebot. Stundenlang sind Beamte der Spurensicherung in ihren „Mondanzügen“ vor Ort.

Um vier Uhr morgens waren sie telefonisch vom 13-jährigen Sohn des Opfers alarmiert worden. Als die Dienst habenden Beamten rund zehn Minuten später eintreffen, ist der Täter schon selbst mit dem Auto in Richtung Polizeikommissariat in Friesoythe unterwegs. So stoßen die Polizisten in der Wohnung nur auf das verstörte Kind und dessen 87-jährige Großmutter. Erst über Funk erfahren sie, dass sich der Täter zeitgleich von der Notrufsäule der Polizeistation Friesoythe in der Leitstelle Cloppenburg gemeldet und erklärt hat, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Weitere Einsatzkräfte treffen schließlich auf den 45-jährigen Mann. In der Nähe finden sie auf der Rücksitzbank eines VW Polo eine leblose Frau. Der Körper weist viele Stichverletzungen auf. Ein inzwischen alarmierter Notarzt kann nur noch den Tot feststellen.

In Barßelermoor ist die unfassliche Tat am Morgen das einziges Gesprächsthema, So auch in der Westmarkstraße. „Wir haben in der Nacht so etwa um vier Uhr laute Schreie einer Frau gehört. Doch wir hatten an eine Feier gedacht und niemals daran, dass dort gerade eine Frau umgebracht wird.“ Michaela B. und Gerda S., die im rückwärtigen Bereich des Mietshauses an der Haselstraße wohnen, denken mit Schaudern daran zurück. Das blanke Entsetzen steht den Frauen noch im Gesicht. Ein weiterer männlicher Anwohner will ebenfalls laute Frauenschreie vernommen haben.

Überhaupt keine Schreie und nichts von dem Drama hat Wilfried G. mitbekommen. Dabei ist er zusammen mit seiner Frau Obermieter in der Wohnung. „Wir haben nichts gehört“, sagt er. „Über das Paar können wir nichts Negatives äußern. Sie wohnten seit eineinhalb Jahren in unserem Mietshaus. Es hat nie Probleme gegeben“, sagt auch Vermieter Jan Bernd N., der noch ebenso geschockt ist über das Ereignis wie seine Ehefrau Anita. Zum Tatzeit hielt er sich noch wegen einer Krankheit in einem Oldenburger Krankenhaus auf. Als er davon erfuhr, verließ er sofort die Klinik.

Als eine recht nette Frau bezeichnete Olga S. die getötete Evgenija B. Seit 1995 lebte die geschiedene Frau in Barßel, zog von Bramsche zu und wurde in Woltschicha (Russland) geboren.. „Die war immer nett und hilfsbereit“, beschreibt Olga S. das Opfer. Evgenija B. lebte im Haus an der Westmarkstraße zusammen mit ihrer Mutter, der 88-jährigen Elena V., und dem 13-jährigen Sohn.

Viktor J. wurde in Karakaj (Bosnien) geboren. Er war erst am 1. Mai 2006 bei der Frau eingezogen, die er nun in der Nacht zum Dienstag vermutlich getötet hat.

Das Motiv für den Streit vermutet die Polizei „im familiären Bereich“ Alkohol sei nicht im Spiel gewesen. „Wir haben von Bekannten und Verwandten erfahren, dass es schon früher Streitereien zwischen beiden gegeben hat, allerdings ohne Gewaltanwendung“, berichtet der Leiter des 1. Kommissariats, Peter Hochgartz.

Die beiden im Haus verbliebenen Personen, der 13-jährige Sohn und die 87-jährige Mutter des Opfers, werden von einem Kriseninterventionsteam versorgt. Das Verhör des geständigen Täters war gestern Abend noch nicht beendet.

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