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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Nachgefragt: Wenn aus organischem Abfall ein Lebensretter wird

28.08.2013

Friesoythe Das Prozedere ist ganz leicht, dauert nur wenige Minuten und schadet weder Mutter noch Kind. Die Wirkung hingegen ist enorm: Sie kann Leben retten. Die Rede ist von einer Nabelschnurblut-Spende. Das Nabelschnurblut enthält nämlich eine hohe Dichte von Stammzellen und eignet sich daher sehr gut für die Behandlung von an Leukämie erkrankten Patienten. Seit Februar 2012 gibt es am Friesoyther St. Marienkrankenhaus solch ein Angebot.

Und so funktioniert die Spende: Das Kind wird geboren, und wenn Mutter und Kind wohlauf sind, kann die Spende vorgenommen werden. Dazu muss das Kind erst einmal abgenabelt werden. Die Nabelschnur wird dann angestochen und das Blut kann in einen Entnahmebeutel fließen. Der Beutel wird in einer Transportbox mit einer konstanten Temperatur von 20 Grad Celsius verstaut und per Kurierdienst mitsamt einer Blutprobe der Mutter zur weiteren Verwendung nach Dresden gebracht. „Dem Kind wird dabei keinerlei Blut abgenommen“, stellt Dr. Stephan Brieger klar, der das Projekt am Marienhospital in Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) betreut.

150 Spenden wurden seit Februar 2012 bereits eingereicht. Eine gute Quote. Die Tendenz sei in letzter Zeit aber leicht fallend, teilte Brieger im Gespräch mit der NWZ mit. Das liege vor allem daran, dass das Mindestgewicht der Spende von 200 auf 220 Gramm angehoben wurde. Liegt die Menge auch nur wenige Gramm darunter, darf sie nicht eingeschickt werden. Zudem stehe am Wochenende und an Feiertagen kein Kurierdienst zur Verfügung. Und beim geringsten Verdacht auf eine Infektion der Mutter kann keine Nabelschnurblut-Spende vorgenommen werden.

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Man wolle das Projekt jetzt wieder mehr bewerben, kündigte Brieger an. Alle Mütter werden dazu im Vorfeld informiert. Stimmen sie zu, muss zunächst ein Fragebogen ausgefüllt werden. Danach kann eine Nabelschnurblut-Spende erfolgen. Brieger: „Natürlich nur, wenn die Geburt problemlos verlaufen ist und Mutter und Kind wohlauf sind.“

Ist das der Fall, steht dem kleinen Prozedere mit der großen Wirkung nichts mehr im Wege.

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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