Cloppenburg - Einstimmig ist Michael Bertschik als Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Cloppenburg am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung im Hotel Taphorn wiedergewählt worden. Bertschik blickte auf 2018 zurück und hob vor allem die sieben Fahrradtouren hervor. 183 Teilnehmer, davon 50 ADFC-Mitglieder, beteiligten sich daran. Bei den Touren wurden 8404 Kilometer zurückgelegt. Der ADFC Cloppenburg hat zurzeit 108 Mitglieder.

Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, um das neue Programm vorzustellen, das gemeinsam mit dem ADFC Oldenburg entwickelt wurde. Dabei sind Tagestouren, jeweils mit einer Höchstgrenze von 80 Kilometern. In einem Katalog werden die Touren von März bis Juni 2019 vorgestellt. Für dieses Jahr ist auch ein großes Fahrradtreffen im Stadtpark geplant. Besonders gut kam der aktuelle ADFC-Prospekt „Deutschland per Rad entdecken“ an. Er werde dieses auch bei den Radtouren 2019 an die Teilnehmer verteilen, sagte Bertschik zu.

Bei der Versammlung wurde auch die von zahlreichen Mitgliedern hervorgehobene Rad-Problematik in der Stadt Cloppenburg besprochen: Die Stadt sei zu eng für einen Ausbau von großen Radwegen, kritisierten die Mitglieder. Viele ältere Menschen würden sich außerdem nicht trauen, auf den schmalen Radfahrstreifen der Straße zu fahren und benutzten lieber die schmalen Radwege neben dem Fußweg. Autos würden oft nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrern, die den Radstreifen auf der Straße nutzten, einhalten, kritisierte der ADFC Cloppenburg. Gewünscht wurde auch eine stärkere Präsenz der Polizei in der Stadtmitte.

Bertschik befürwortete die Wiederherstellung des Radweges an der Soeste (siehe Bericht auf S. 29). Auch die Realisierung eines Radschnellweges nach Vechta über eine Länge von 25 Kilometern wurde vorgeschlagen. Dieses Vorhaben werde der ADFC Cloppenburg weiter verfolgen.