CLOPPENBURG - „Ihre Werke sind an Kreativität kaum zu überbieten.“ Der Landrat war begeistert.
von sigrid lünnemann
CLOPPENBURG - Beeindruckende Ausstellungsobjekte zeigen auch dieses Jahr Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung der Berufsbildenden Schule Technik. Die Arbeiten der Abschlussklassen, die in den nächsten fünf Wochen im Kreishaus zu sehen sind, überzeugen mit Originalität.Landrat Hans Eveslage lobte gestern vor mehr als 280 Besuchern die Kreativität der jungen Designer: „Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Werk ist die Idee. Wer keine Ideen hat, kann nichts Neues entwerfen. Wer aber eine gute Idee hat, dem reichen meist schon einfache Mittel um etwas Individuelles zu schaffen. Ihre Werke sind an Phantasie und Kreativität kaum zu überbieten“, sagte er den 66 Absolventen
Besonders ins Auge fallen zwei Objekte, die die Eingangstür flankierten. Auf der einen Seite steht das lebensgroße Pferd „Rosti“, das seinen Namen dem Umstand verdankt, dass es von Verena Germann aus unzähligen angerosteten Hufeisen zusammengesetzt wurde. Die Besucher bestaunten neben der witzigen Idee auch die perfekte Umsetzung der Proportionen. Gegenüber begrüßt ein beeindruckendes Fabeltier die Gäste. Anika Tebben gestaltete aus Bier-Kronkorken einen die Flügel schwingenden Drachen. „Ich hatte schon immer eine Vorliebe für das Mittelalter und mystische Sagen. In den alten Geschichten ist der Drache gefährlich. Heute stellt aber der Alkohol eine Gefahr gerade für Jugendliche dar“, erläuterte Teben, die in einem mittelalterlichem Gewand zur Präsentation erschienen war.
Viele Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der möglichst behaglichen Gestaltung ihres Zimmers auseinander. So entwarf Carmen Wehage ein variables Sitz- und Liegemöbel in Form eines Elefanten. Clara Volker gestaltete einen Sessel in Lilienform mit integrierter Musikanlage, während Sebastian Meyer einen Mondstuhl mit ganztägigem Blick in die Sterne entwarf.
Klein aber fein waren hingegen die Schmuckentwürfe von Eva-Maria Willen, die im „Tool-Design“ Ketten, Ohrringe und Armreifen aus Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben fertigte. Kathrin Pfob gestaltete filigranen Schmuck aus altem Silberbesteck.
Kritisch setzte sich Anna Büscherhoff mit der Gesellschaft auseinander. Sie gestaltete den „Zweigeteilten Menschen“ und wollte auf diese Weise den inneren Zwiespalt und die Unsicherheit des Individuums darstellen.
