CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - „Ich bin sehr glücklich über meine Reise nach Deutschland. Ich habe interessante Leute getroffen, und die Gastfamilie war auch sehr nett“. So hat die französische Gastschülerin Margaux Lamy aus Toulouse ihren Besuch in Cloppenburg zusammengefasst. Gemeinsam mit den ebenfalls aus Frankreich stammenden Schülern Juliette Fouquet und Edouard Konstantopedos hat Margaux für zehn Wochen am „Brigitte-Sauzay-Austauschprogramm“ teilgenommen, das vom deutsch-französischen Jugendwerk gefördert wird. „Ziel des Austausches ist es, dass sich junge Menschen beider Länder in ihrem Alltag, ihrer Kultur und Sprache kennen- und verstehen lernen“, betont die Französischlehrerin Monika Zachau, die den Austausch begleitet. Deshalb wohnen die drei französischen Jugendlichen bei einer Gastfamilie. Die drei 15- und 16-jährigen Schülerinnen und Schüler aus der Normandie und der Region um Toulouse haben jeweils innerhalb der Gastfamilie eine gleichaltrige deutsche Partnerin,
die als Schülerin eine zehnte Klasse der Liebfrauenschule besucht. Dort nehmen sie auch am Unterricht teil.
Dass aller Anfang schwer ist, gehörte auch zu den Erfahrungen der Gastschüler, die kurz vor dem Ende ihres Austausches am 15. Juli eine Bilanz ihres Besuches zogen, denn zu Beginn gab es noch Verständigungsbarrieren und Unsicherheiten. Aber durch viele Unternehmungen mit den Gastfamilien konnten die Anfangsschwierigkeiten überwunden werden.
Die drei Gastschüler stellten auch Unterschiede im schulischen Alltag fest. „Man hat in Deutschland weniger Schulstunden als in Frankreich, und das ist gut“, lautete augenzwinkernd das Fazit Edouards. Und Juliette ergänzt: „In Frankreich haben wir in der Schule viel mehr Stunden und Arbeit. Und in Frankreich gibt es keinen Religionsunterricht.“ Edouard bemerkte kritisch: „Mich hat überrascht, dass so viele junge Leute Alkohol trinken. In Frankreich müssen wir 18 Jahre alt sein, um Alkohol trinken zu dürfen.“
Margaux kommt zu einer positiven Bewertung: „Was mir in Deutschland gefällt, ist, dass wir nach der Schule viel Freizeit haben. Wir fahren viel Fahrrad. Wegen der Weltmeisterschaft sind die Leute glücklich, und es ist eine sehr gute Stimmung. Ich will wiederkommen.“ Auch Juliette wird mit einer positiven Erfahrung ihren Austausch beenden: „Mir gefällt, dass ich jetzt besser Deutsch sprechen kann. Ich denke, dass ich während der Ferien wiederkommen werde.“
Von September bis November dieses Jahres erfolgt ein dreimonatiger Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen in Frankreich. Dann werden die deutschen Austauschpartnerinnen Anne Alpmann, Eva Barlage und Rebecca Zachau wieder auf ihre französischen Gäste treffen und deren Alltag in Frankreich kennen lernen.
