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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

TBC: Sieben positive Bluttests – aber keine Symptome

21.02.2019

Cloppenburg Sieben von 122 Landkreismitarbeitern auf Schlachthöfen, die auf Tuberkulose (TBC) getestet worden sind, haben einen positiven Bluttest. Das bedeute aber nicht, dass die Betroffenen zwangsläufig an Tuberkulose erkrankt seien, gab der Kreis am Mittwoch bekannt.

Sind die Kreismitarbeiter denn jetzt krank?
Nein. „Im Gegenteil zeigen alle keinerlei Symptome einer Erkrankung. Der Test gibt lediglich einen unspezifischen Hinweis darauf, dass die Betroffenen irgendwann einmal mit dem Tuberkelerreger in Kontakt gekommen sind“, erklärte Kreissprecherin Sabine Uchtmann.

NWZ-Spezial: Alle Artikel zu den Tuberkulose-Fällen in Schlachthöfen

Es sei nun eine weitere Diagnostik erforderlich, um abzuklären, ob die Betroffenen tatsächlich Träger des Erregers sind. Die weitere Abklärung erfolge über den Haus- bzw. Facharzt.

Warum wurden die Kreismitarbeiter untersucht?
Seit dem vergangenen Jahr waren bei zwei Schlachthöfen im Landkreis Cloppenburg wiederholt TBC-Fälle bei Werkvertragsarbeitern bekannt geworden – bei Danish Crown (Essen) waren es vier Erkrankte, die im Nachbarlandkreis Osnabrück wohnen, bei dem Schlachthof Vion sieben. Einer von ihnen war ein 31-jähriger Rumäne, der im Dezember 2018 verstarb.

Wie viele hatten sich zum Test gemeldet?
Aufgrund der aufgetretenen Tuberkuloseerkrankungen bei Beschäftigten an den Schlachthöfen hatte die Kreisverwaltung kürzlich vorsorglich allen Beschäftigten des Landkreises Cloppenburg, die in Schlachthöfen tätig sind, die Untersuchung auf entsprechende Erreger angeboten. Insgesamt hatten sich 140 Mitarbeitende für diese Testung im Vorfeld gemeldet, 122 haben letztlich das Angebot tatsächlich angenommen.

Warum hat die SPD ihren Antrag zurückgezogen?
Derweil habe die SPD-Kreistagsfraktion am Dienstagabend im Sozialausschuss ihren Antrag auf Einleitung von Sofortmaßnahmen gegen Tuberkulose zurückgezogen, berichtete Kreissprecherin Uchtmann am Mittwoch auf Nachfrage. Die Kreisverwaltung habe glaubhaft darstellen können, dass bereits alle rechtlichen Möglichkeiten und darüber hinaus ausgeschöpft worden seien. Zudem habe der Antrag keine konkret formulierten Maßnahmen enthalten, die die Kreisverwaltung ergreifen sollte. Die Ausschussmitglieder hätten sich aber darauf verständigt, das Thema TBC weiterhin im Blick zu behalten.

Wie geht es in dem Fall Daniela Reim weiter?
Auch die Gruppe Grüne/UWG konnte sich mit ihrem Antrag im Sozialausschuss in Teilen durchsetzen. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Kreistag zum Beschluss, den Mitarbeitern der Werkvertrags-Beratungsstellen seinen Dank auszusprechen. Zudem soll die „Beratungsstelle für Arbeitsmigranten beim Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth“ in die nächste Sitzung des Sozialausschusses eingeladen werden, um über ihre bisherige Arbeit zu berichten.

Lediglich die Aufforderung zur Aufhebung von Hausverboten wurde abgewandelt. Die Grünen hatten beantragt, dass die Unternehmen im Landkreis Cloppenburg mit Nachdruck aufgefordert werden sollten, etwaige Hausverbote für Beschäftigte von Werkvertragsarbeiter-Beratungsstellen aufzuheben. Zudem sollten die Firmen dazu gebracht werden, die Berater nicht durch Hausverbote, Anzeigen u.ä. in ihrer Arbeit zu behindern und vollständig mit den Beratungsstellen zu kooperieren.

Hintergrund des Antrags ist der Fall Daniela Reim. Das Unternehmen Vion (Westeremstek) hat die Beraterin der niedersächsischen Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Oldenburg angezeigt.

Sie hatte nach Bekanntwerden der Tuberkulose-Fälle bei rumänischen Werkvertragsarbeitern vor dem Emsteker Schlachthof Flugblätter verteilt. Reim war, wie berichtet, beim Verteilen der Flugblätter am 27. Dezember 2018 des Betriebsgeländes verwiesen worden. Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta bestätigte, dass noch am selben Tag eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs einging.

Die CDU-Mehrheit im Sozialausschuss bestand auf einer weicheren Formulierung, da man die genauen Hintergründe des gegen Reim verhängten Hausverbots nicht kenne. Am Ende verständigte man sich auf die Formulierung, dass die Kreisverwaltung per Brief und Gespräch den Kontakt mit Vion in Sachen Reim aufnehmen solle.


     www.lkclp.de 
Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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