CLOPPENBURG - Früher habe Dennis mit seinen Freunden kaum ein Wort geredet, erzählt seine Mutter Swetlana Satler aus Cloppenburg. Seit August vergangenen Jahres geht der fünfjährige Junge in den Sprachheilkindergarten Cloppenburg. „Heute redet Dennis wie ein Wasserfall“, lacht seine Mutter, die sich sehr zufrieden mit der sprachlichen Entwicklung ihres Filius zeigt.
Ihr methodisch-didaktisches Konzept stellte die Einrichtung am Sonnabend, dem landesweiten „Tag des Sprechens“, der Öffentlichkeit vor. Derzeit werden insgesamt 50 Kinder, neun davon in der Nebenstelle Friesoythe, in sechs Gruppen gefördert. Der Leiterin Karin Ziehm steht für die Arbeit ein 24-köpfiges Team aus Erzieherinnen, Logopädinnen, Ergotherapeutinnen und einer Psychologin zur Seite.
Im Regelfall bleiben die zu fördernden Kinder ab dem vierten Lebensjahr für ein Jahr in der teilstationären Förderung, die ein Mittagessen mit einschließt. Danach heißt das Ziel Regelkindergarten, Grundschule oder Sprachförderschule.
Für den sechsjährigen Stefan aus Sevelten hat sich die Zeit auf jeden Fall gelohnt. Da ist sich seine Mutter Irina Ottin sicher: „Früher hat Stefan so schnell geredet, man konnte gar nicht verstehen, was er wollte. Und heute spricht der Junge langsam und verständlich.“ Um die letzten Defizite auszugleichen, muss Sohnemann allerdings noch im Anschluss für ein Jahr auf die Sprachförderschule. „Dort holt sich Stefan den letzten Schliff“, ist sich seine Mutter sicher.
Dass sich die frühzeitige Förderung der Kinder lohnt, konnten die Besucher nicht nur in den zahlreichen Spielen und Mitmachangeboten des „Tag des Sprechens“ selber erleben, sondern schwarz auf weiß auf einer Präsentation der Ergebnisse einer Diplomarbeit zum schulischen Werdegang der Kinder nachlesen.
