CLOPPENBURG - Über einen „Fahrradschwenker“ freut sich das Präventionsteam der Polizei. Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Technik haben am Donnerstag in Cloppenburg ihr selbst entwickeltes Gerät übergeben. Die Idee entstand nach einem Gespräch mit Polizeioberkommissar August Boklage beim Registrieren von Fahrrädern.

Um die Rahmennummer unterhalb des Tretlagers zu lesen, müssen die Beamten die Räder auf den Kopf stellen. „Nach mehr als 100 Fahrrädern geht das ins Kreuz“, so Kriminaloberkommissarin Renate Meyer. Nach einem kurzen Gespräch mit den angehenden Feinwerkmechanikern und Klassenlehrer Peter Diekmann ging die Arbeit los. Das Teil sollte einfach zu bedienen und zerlegbar sein und das Fahrrad mühelos auf den Kopf, sprich Sattel, stellen können.

Die Teams der Klasse entwickelten unterschiedlichste Konstruktionen. Mit viel Fleiß und Ehrgeiz und mit der Unterstützung der Ausbildungsbetriebe, die neben Material auch Maschinen und Arbeitszeit kostenlos bereitstellten, gingen die zukünftigen Gesellen ans Werk. Und der „Fahrradschwenker“ in Polizeiblau kann sich sehen lassen. „Es war ein willkommenes Projekt, das den Auszubildenden die Möglichkeit bot, ihr fachliches Können unter Beweis zu stellen“, sagte Diekmann.

Die Polizisten werden mit dem ersten „Fahrradschwenker“ Erfahrungen sammeln und dem Techniklehrer für die nächste Klasse weitergeben. Denn dass es ein zweites Gerät geben wird, stand außer Frage. Ob die Polizei in Niedersachsen den „Fahrradschwenker“ einführt, konnte an diesem Abend nicht geklärt werden. Benachbarte Inspektionen sind interessiert.