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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Krankheiten: Wenn einen im Mittelalter das tägliche Brot vergiftete

07.02.2020

Cloppenburg Brennende Schmerzen in Armen und Beinen und keine Heilung in Sicht: Das Antoniusfeuer war im Mittelalter eine unheimliche Krankheit. Betroffene erhofften sich die Hilfe des Heiligen Antonius. Und auch heute können Menschen noch daran erkranken. Beim siebten Forum Medizin geht es nicht nur um das Antoniusfeuer, sondern auch um Sehstörungen und um den Eisenhaushalt des menschlichen Körpers. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 10. Februar, um 19 Uhr in der Stadthalle Cloppenburg, Mühlenstraße 20 bis 22. Der Eintritt ist frei.

„Erst vor kurzem gab es eine Patientin, die unter dem Antoniusfeuer litt. Sie klagte über Schmerzen in den Gliedmaßen“, berichtete Dr. Nicole Bogun, Leiterin der Angiologie (Gefäßchirurgie), am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms. Sie hält das zweite Referat beim Forum.

Das Kuriose: Im Mittelalter hatten sich Frauen und Männer die Beschwerden durch ein vergiftetes Roggenbrot, welches vom Pilz befallen war, geholt. Durch die Getreidetrocknung zu Beginn der Neuzeit hatte sich das Antoniusfeuer dann gewissermaßen aus der Reihe der Krankheiten verabschiedet.

Umso überraschender erscheint der aktuelle Fall. „Die Patientin hat jedenfalls kein vergiftetes Brot gegessen“, verrät die Angiologin. Die Auslösung wollte Bogun indes noch nicht verraten.

Im Auftaktreferat „Nichts geht ohne Eisen“ macht Jörg Bäsecke, Chefarzt der Abteilung Onkologie, die Wichtigkeit von Eisen für den Körper deutlich. Eisen sei das zentrale Element des Blutes. Zu viel, aber auch zu wenig Eisen verursache Schaden am menschlichen Körper.

Den Abschluss bildet ein interdisziplinäres Referat zu einem besonderen Fall aus dem Bereich Sehstörungen. Die Veranstaltung geht aller Voraussicht nach bis 21 Uhr.

NWZonline.de/gesundheit
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Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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