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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Neun Jungjäger mit Eins vor dem Komma

13.07.2019

Cloppenburg Wer in Deutschland jagen will, muss einen gültigen Jagdschein besitzen. Voraussetzung, diesen bei der jeweiligen Unteren Jagdbehörde lösen zu können, ist das Bestehen der Jägerprüfung („Grünes Abitur“).

Das gesamte „grüne Paket“ wurde in den vergangenen sechs Monaten 41 Frauen und Männern in einem Vorbereitungslehrgang bei der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg vermittelt. Nach bestandener Prüfung dürfen sie nun in Zukunft dem Weidwerk frönen. Aus der Hand von Kreisjägermeister Herbert Pitann und des Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Bernd Kurmann, erhielten die Jungjäger nun im „Haus der Jäger“ in den Bührener Tannen bei Cloppenburg den Jägerbrief.

„Geben Sie Ihr Wissen in die Hegeringe und Jägerschaften weiter“, empfahl der Vorsitzende Kurmann bei der Aushändigung der Zertifikate. Beste Jungjägerin war Daniela Baehn (Bösel) mit der Note 1,1, bester Jungjäger Dierk Stevens (Höltinghausen) mit der Note 1,6. Insgesamt neun Jungjäger hatten eine Eins vor dem Komma.

Das Bestehen der Jägerprüfung verlangt von den Absolventen ein fundiertes Wissen in allen Bereichen der Jagd. Zusätzlich finden praktische Schießübungen auf den Schießanlagen statt, die den Teilnehmern den sicheren Umgang mit der Waffe vermitteln sollen.

Dass das Bestehen der Jägerprüfung nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen ist, mussten die Jungjäger nicht nur bei der Prüfung, sondern auch bei der monatelangen Vorbereitung feststellen. Mit dem Ablegen der Jägerprüfung – so Kurmann weiter – hätten die Teilnehmer aber unter Beweis gestellt, dass ihnen Natur, Wild und Weidwerk viel bedeuteten.

„Jagen Sie mehr mit dem Herzen als mit der Waffe. Sie sind als Jägerin und Jäger privilegiert. Denken Sie immer an das Wild und an die Handhabung der Waffe“, so Kurmann, der Rechtsanwalt in Friesoythe ist. „Lassen Sie sich als Jungjäger nicht unter Druck setzen, handeln Sie besonnen und umsichtig auf der Jagd und im Umgang mit den Jagdkollegen“, mahnte der Vorsitzende weiter. „Die Lehrzeit ist jetzt zu Ende. Nun beginnt die Lernzeit in der Natur“, ergänzte Kreisjägermeister Pitann.

Auch im kommenden Jahr bietet die Kreisjägerschaft wieder einen Vorbereitungskursus zur Erlangung der Jägerprüfung an. Diese gliedert sich in die Schießprüfung, die schriftliche Prüfung und die mündlich-praktische Prüfung im Revier. Bei der Schießprüfung werden der sichere Umgang, sowie die Fertigkeit der Teilnehmer mit der Büchse und Flinte geprüft. „Werden die festgelegten Mindestergebnisse nicht erreicht, können diese mangelhaften Ergebnisse nicht ausgeglichen werden“, erklärt Kreisvorsitzender Kurmann.

In der schriftlichen Prüfung werden folgende Themenbereiche geprüft: dem Jagdrecht unterliegende und andere freilebende Tiere, Jagdwaffen und Fanggeräte. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb, Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum, Jagdrecht und verwandtes Recht. Die mündlich/praktische Prüfung erstreckt sich auf alle Themenbereiche und wird in einem dafür geeigneten Jagdrevier durchgeführt.

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