CLOPPENBURG/OLDENBURG/OSNABRüCK - Die Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta kehrt am 1. April nach dreieinhalbjähriger Zugehörigkeit zur Polizeidirektion (PD) Osnabrück in die Zuständigkeit der PD Oldenburg zurück. Dort werde die Arbeit – durch die Reform personell und sachlich besser ausgestattet – mit demselben Engagement weiter gehen. Das hat PI-Leiter Günter Schell am Freitag im Anschluss an ein Treffen der Polizeiführungskräfte aus Osnabrück, Oldenburg, Cloppenburg und Vechta im Cloppenburger Kreishaus angekündigt. Anlass der Zusammenkunft waren die Übergabe der Zuständigkeit und ein Meinungsaustausch.
Wie mehrfach berichtet, hatte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) durch die Polizeireform 2004 die PI Cloppenburg/Vechta aus Oldenburg herausgelöst und der PD Osnabrück zugeschlagen. Damit hatte sich der oberste Dienstherr allerdings massive Kritik eingehandelt. Vor allem der Oldenburgische Feuerwehrverband stellte sich quer, weil er die Zuständigkeiten und das kulturhistorisch gewachsene Zugehörigkeitsgefühl der Menschen gefährdet sah. Die PD Oldenburg ist auch für den hiesigen Brand- und Katastrophenschutz zuständig. Schünemann ließ sich eine „Reform der Reform“ schließlich abringen, weil er im Gegenzug eine kooperative Großleitstelle durchsetzen konnte, die in Kürze gebaut wird und Ende 2009 in Oldenburg ihren Dienst aufnehmen soll.
Osnabrücks Polizeipräsident Rolf Sprinkmann bedauerte am Freitag den Verlust der PI Cloppenburg/Vechta, die mit ihren Aufklärungserfolgen in der Spitze in Niedersachsen liegt. Im Gegenzug freute sich Oldenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau über die Rückkehr der PI mit ihren vorzeigenswerten Zahlen. „Ich bin froh, dass ich auch dienstlich wieder zu Hause bin“, sagte Thurau, der lange selbst die PI Cloppenburg erfolgreich leitete und mit seiner Familie in der Kreisstadt heimisch ist.
