CLOPPENBURG - „Mehr Politik kann man in so kurzer Zeit nicht kennen lernen“, resümierte Stefan Lücking. Der Politiklehrer vom Clemens-August-Gymnasium (CAG) Cloppenburg hat die angehenden Abiturientinnen Josephin Deeken, Elena Heckmann, Stephanie Deeken, Lena Kösters und Marina Frye begleitet, die vom vergangenen Mittwoch bis Freitag via Radio aus dem Landtag in Hannover berichteten.

Nachdem sie „schüchtern und unwissend“ (Lücking) in Hannover angekommen waren, hätten sie zunächst zwei Tage lang Podcasts – Audiobeiträge, die jedermann über das Internet senden und abrufen kann – produziert.

Gleich am Mittwoch hätten die Schülerinnen die nach Einschätzung des hiesigen Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke heißeste Debatte der vergangenen drei Jahre miterlebt. Große Macke stand den Schülerinnen in Hannover mit Rat und Tat zur Seite. Lücking zeigte sich vom „politischen Schlagabtausch mit vielen Beleidigungen“ zur „Brandt-Affäre“ beeidruckt. Dem Landeschef des Lehrerverbandes GEW, Eberhard Brandt, wird vorgeworfen, als Lehrer zu wenig unterrichtet zu haben.

Eine Live-Sendung, die übers Internet auch am CAG gehört wurde, war am Freitagmorgen der Höhepunkt. Da die Gruppe vom CAG aber laut Projektleiterin Natalie Deseke die motivierteste aller bisherigen 400 gewesen sei, wurden aus der geplanten einen Stunde mehr als zweieinhalb. Deseke betreut die „Radioschule“ des Aktionsprogramms n-21, das neue Medien in die Schulen bringen will. Für dies hatten sich die Cloppenburger beworben.

Interviews führen konnten die Schülerinnen u. a. mit Ministerpräsident Christian Wulff. Von den Politikern fühlten sie sich gut aufgenommen, erzählte Stephanie Deeken. Große Macke habe die Gruppe sogar zum Essen eingeladen und ihnen viele Kontakte vermittelt.

Gelernt hätten sie auf jeden Fall sehr viel, so Deeken – sowohl über die Technik, als auch, Leute spontan anzusprechen. Lücking sieht das genauso: „Die Fahrt war ein voller Erfolg.“

Mitschnitte gibt’s unter podcast.schul-internetradio.de