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Diese Cloppenburger Senioren erinnern sich an die erste Mondlandung

20.07.2019

Cloppenburg Ruth Verhülsdonk war 53 Jahre alt, als der erste Mensch am 21. Juli 1969 den Mond betrat. Das große Ereignis hat sie im eigenen Wohnzimmer vor dem Fernseher verfolgt – und bei ihr saß praktisch die ganze Nachbarschaft versammelt. Denn die 103-Jährige hatte damals schon einen Fernseher, obwohl die Geräte vor fünfzig Jahren noch eine Seltenheit waren. „Der Astronaut Neil Armstrong ist da geschwebt und hat Sand aufgehoben. Da war ich sprachlos“, erzählt die rüstige Seniorin, die mittlerweile im Cloppenburger St.-Pius-Stift lebt.

Kein Leben auf Mond

Gemeinsam mit fünf anderen Pius-Bewohnern erinnert sie sich bei einem Gespräch auf dem sogenannten Marktplatz in dem Seniorenheim an die Mondlandung. Kein besonderes Interesse an dem Ereignis hatte Theresia Rolfes. Die 89-Jährige war sowieso nie der Meinung, dass auf dem Mond Menschen leben könnten. Deswegen hat sie schon damals nicht verstanden, was der ganze Trubel um den Mond überhaupt sollte.

Vor dem Fernseher verfolgten Theresia Backhaus, Franz Glade und Marianne Klee, wie die Astronauten der Apollo 11 das erste Mal ihren Fuß auf den Mond setzten. „Das war schon etwas besonderes“, erinnert sich Glade (72) aus Molbergen. Auch in Zeitungen und im Radio sei darüber berichtet worden, erzählt Marianne Klee.

Nicht „live“ hat Wilma Völz (84) die Mondlandung mitbekommen. Denn sie lag damals im Krankenhaus – und dort gehörten Fernseher 1969 noch nicht zur Grundausstattung. Sie hat von dem Spektakel erst später durch Zeitungsausschnitte oder zuhause durch die Nachrichten erfahren. „Aber damals gab es ja noch nicht viele Bilder“, sagt die 84-Jährige.

Das habe sich vor allem auch durch den Raumfahrer Alexander Gerst geändert, findet Marianne Klee. Denn von ihm und seinen Kollegen auf der Raumstation ISS habe es viele Bilder und Videos gegeben. Seine Mission haben Klee und auch Ruth Verhülsdonk im Fernsehen verfolgt – mittlerweile sogar in Farbe.

Alle Cloppenburger Senioren sind sich einig, dass die Mondlandung echt war. Obwohl Verschwörungstheoretiker immer wieder behaupten, die Bilder von der Mondlandung seien gefälscht. Und die Senioren sind sich sicher, dass sich die Raumfahrt noch weiterentwickeln wird und irgendwann Touristen – „irgendwelche Milliardäre“ glaubt Ruth Verhülsdonk – auf dem Mond spazieren gehen können. „Wir werden es noch erleben, dass die Menschen zum Mars fliegen“, ist sich Franz Glade sicher.

Auch wenn sie die Mondlandung damals nicht mit großem Interesse verfolgt hat, ist Theresia Rolfes fasziniert vom Mond. „Ich freue mich immer, wenn ich den Mond sehe. Mein Onkel hat sich immer nach dem Mond gerichtet und uns als Kindern immer erzählt, dass er daran das Wetter sehen kann. Wenn der Mond nicht so klar zu sehen war und man das Gesicht nicht gesehen hat, kam Regen. Und so war es immer“, sagt die 89-Jährige.

Auch Wilma Völz beobachtet den Mond gerne, denn er scheint direkt in ihr Zimmer: „Die Mondoberfläche sieht manchmal aus wie ein Gebirge.“ „Da siehst du den Mann im Mond“, ergänzt Franz Glade lachend. Spannend würde Ruth Verhülsdonk den spektakulären Blick auf die Erde finden, den die Mondastronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin wohl aus ihrer Apollo 11 gehabt haben müssen. „Die Welt sieht bestimmt schön von oben aus.“

Platzangst in Rakete

„Ich bleibe lieber hier auf der Erde, da gefällt es mir besser“, meint Theresia Backhaus (82) zu einer eigenen Mondmission. „Ich würde es gar nicht in einer Rakete aushalten, ich habe Platzangst“, ergänzt Marianne Klee schmunzelnd. Ein mulmiges Gefühl in der Rakete hätte auch Wilma Völz wegen ihrer „Platzangst“. Und sie weiß, dass man nicht einfach so Astronaut wird und zum Mond fliegen darf: „Die werden ja auch lange gedrillt.“ Da bleiben die Cloppenburger Senioren doch lieber im St.-Pius-Stift, als zum Mond zu fliegen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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