CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Die zunehmend versiegenden Geldströme aus den EU-Quellen zwingen die Kommunen künftig weg von der Kirchturmpolitik hin zu mehr Kooperationen. Bestes Beispiel dafür ist das „Integrierte ländliche Entwicklungskonzept“ (ILEK) Soeste-Niederung, das die Stadt Cloppenburg und die Gemeinden Cappeln, Emstek, Garrel, Molbergen, Friesoythe, Saterland und Barßel planen – unter Federführung Cloppenburgs. Maximal 50 000 Euro der Planungskosten kommen von der EU. Der Verwaltungsausschuss (VA) des Stadtrates hat das Projekt am Montag befürwortet.

Es geht im Kern darum, früher kleinräumige Planungen abzulösen und großräumig zu denken. Im konkreten Fall geht es um Regenrückhaltung und Hochwasserschutz sowie Fremdenverkehr und Tourismus. Die Planung dafür übernimmt die in Bremen ansässige Gesellschaft für Landeskultur, die auch die Cloppenburger Südtangente plant.

Der VA hat sich auch dafür ausgesprochen, die Stelle der künftig ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt öffentlich auszuschreiben. Die neue Gleichstellungsbeauftragte, deren Finanzausstattung noch unklar ist, soll ihren Dienst am 1. Januar antreten. Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion im Stadtrat nach einer Gesetzesänderung auf Landesebene die hauptamtliche Frauenbeauftragte Ursula Brokamp abberufen. Die feiert am kommenden Freitag ab 20 Uhr im Rathaus öffentlich ihren persönlichen Abschied, eine offizielle Verabschiedung der Stadt soll laut Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese folgen.

Die Stadt wird die Münsterlandhalle künftig der Stadthallenbetriebs GmbH verpachten. Für den Abschluss einer Vereinbarung hat der VA ebenfalls votiert. Die Stadt erhofft sich so eine bessere Koordination von Veranstaltungen und einen „frischen Wind“ (Wiese) in Sachen Qualität. Günther Rump, bereits Manager der Stadthalle und des Stadtmarketings, muss durch den dritten Managementposten deshalb nach Ansicht des Bürgermeisters seine Arbeit inhaltlich umstellen. Soll heißen: mehr delegieren.