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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Keine Entscheidung zum Geburtenwald in Cloppenburg

20.11.2019

Cloppenburg Zwecks Schaffung eines so genannten Geburtenwalds hat die Cloppenburger Stadtverwaltung dem städtischen Planungs-, Umwelt- und Energieausschuss am Montagabend drei Varianten vorgestellt.

Variante eins sieht die Nutzung von öffentlichen Grünflächen in neuen Baugebieten vor. Bei rund 500 Geburten pro Jahr in der Stadt Cloppenburg würden rund 20 Prozent der neuen Eltern das Angebot annehmen. Demzufolge brauche man vor dem Hintergrund entsprechender Abstände von vier bis fünf Metern zwischen den einzelnen Bäumen rund 2200 Quadratmeter Fläche pro Jahr. Und dies – so SPD-Fraktionschef Jan Oskar Höffmann – sei kaum zu leisten.

Variante zwei sieht die Pflanzung der Geburtenbäume auf privaten Grundstücken vor. Hier könnte die Stadt Gutscheine an die neuen Eltern verteilen, die dann bei hiesigen Gärtnereien einzulösen seien. „Damit würde man auch noch die lokale Wirtschaft unterstützen“, meint Höffmann.

Bei Variante drei kommen die städtischen Ausgleichsflächen in Staatsforsten ins Spiel. Die Stadt stellt hier Teile der Kompensationsflächen für die Schaffung eines Geburtenwalds zur Verfügung. Damit konnte sich aber – laut Höffmann – die CDU offenbar nicht anfreunden.

Grundsätzlich sollen heimische und standortgerechte Gehölze angepflanzt werden. Hierzu zählen auch ortstypische Obstgehölze. Unabhängig von der Möglichkeit zur Pflanzung auf privaten Grundstücken sollten aus Zweckmäßigkeitsgründen Anpflanzungen von der Stadt und nicht von den Eltern vorgenommen werden.

Nähere Informationen zu der Aktion „Geburtenwald“ könnte die Stadt den Eltern bei der Anmeldung mittels eines Info-Blattes zukommen lassen. Im Falle einer Beteiligung könnte den Eltern eine Urkunde ausgestellt werden und die angepflanzten Bäume mit Namenstafeln/einer Identifikationskennzeichnung versehen werden, so dass jedem Kind die Möglichkeit gegeben wird, „seinen Baum“ wiederzufinden.

Am Ende verständigte sich der Ausschuss darauf, das Thema in den Fraktionen zu beraten und noch keinen Beschluss zu fassen.

 Mit den Stimmen der CDU/FDP/Zentrum-Gruppe hat sich der Ausschuss knapp gegen die Annahme des Grünen-Antrags „Verzicht auf Tropenholz bei städtischen Baumaßnahmen“ ausgesprochen. Die Ausschussmitglieder von SPD, Grünen, UWG und Sozialliberales Cloppenburg hatten dafür gestimmt. Die Mehrheitsfraktion hatte die Formulierung „größtmöglicher Verzicht“ ins Spiel gebracht, darauf wollten sich die antragstellenden Grünen aber nicht einlassen.

Hintergrund des Antrags ist die jüngste Verwendung von Tropenholz aus Gabun beim Bau einer Steganlage am sanierten Radweg entlang der Soeste in Richtung Ambührener See. Dieses Holz wird laut Stadtverwaltung wegen seiner robusten Eigenschaften häufig bei solchen Bauprojekten eingesetzt.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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